nach oben
Ein nach Afghanistan abgeschobener Flüchtling muss nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Sigmaringen unverzüglich nach Deutschland zurückgebracht werden.
Ein nach Afghanistan abgeschobener Flüchtling muss nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Sigmaringen unverzüglich nach Deutschland zurückgebracht werden. © dpa
25.10.2017

Nach Afghanistan abgeschobener Flüchtling muss nach Deutschland zurück

Sigmaringen. Ein nach Afghanistan abgeschobener Flüchtling muss nach einem Beschluss des Verwaltungsgerichts Sigmaringen unverzüglich nach Deutschland zurückgebracht werden. Eine entsprechende Aufforderung sei an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ergangen, sagte ein Justizsprecher in Sigmaringen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Das BAMF teilte auf Anfrage mit, es arbeite an einer Möglichkeit, den Mann zurückzuholen. Der Flüchtling war über Bulgarien nach Tübingen gekommen und hatte am 8. Juni Asyl beantragt. Aus Sicht des BAMF ist aber Bulgarien und nicht Deutschland für den Mann zuständig. Der 23-Jährige wurde deshalb im September dorthin abgeschoben. Das sei falsch gewesen und müsse rückgängig gemacht werden, sagte der Gerichtssprecher. Eine in Sigmaringen anhängige Klage gegen die Abschiebung des Mannes habe aufschiebende Wirkung - er hätte nicht abgeschoben werden dürfen.

Bevor allerdings der Flüchtling im Oktober aus Bulgarien zurückgeholt werden konnte, flogen ihn die Behörden des Balkanlandes nach Afghanistan. „Ob er freiwillig nach Kabul reiste oder nicht, ist durchaus offen“, sagte der Sprecher. Es gehe jetzt darum, dass das Bundesamt den Mann zurückhole. Am 21. Dezember soll in Sigmaringen entschieden werden, ob Deutschland oder Bulgarien für den Flüchtling zuständig ist. Der 23-Jährige muss an der mündlichen Verhandlung nicht selbst teilnehmen, er kann sich vom Anwalt vertreten lassen.

Das BAMF erklärte: „Die Bearbeitung der beteiligten Behörden führte durch Verkettung von Umständen im vorliegenden Fall dazu, dass die aufschiebende Wirkung der Klage vor der Überstellung nicht berücksichtigt werden konnte“, teilte eine Sprecherin mit. Das Amt „organisiert die Möglichkeit, den Antragsteller zurückzuholen“.

Testy
26.10.2017
Nach Afghanistan abgeschobener Flüchtling muss nach Deutschland zurück

Bulgarien ist ein sicherer EU-Drittland. Nach Duplin müsste der dort bleiben und hätte/hat in Deutschland keinen Anspruch. Ob Frau Merkel sich über diese internationle Vereinbarung einfach so hinwegsetzen darf und dies dann gibt, weiß ich jedoch nicht. Am deutschen Wesen wird die Welt sicher nicht genessen. Die Integration funktioniert überwiegend nicht, siehe Pforzheim (jeden Tag!). Solange man nicht mal Edward Snowden Asyl in Deutschland gibt, besteht in Deutschland ohnehin kein ...... mehr...

Faelchle
26.10.2017
Nach Afghanistan abgeschobener Flüchtling muss nach Deutschland zurück

Haben Sie nicht die Begründung des EuGH gelesen, wenn die Schlafmütze De Maiziere mit seiner BAMF die 6 Monatsfrist verpennt, dann gilt das Dublin Abkommen für uns. Wäre zu vermeiden gewesen. So geht das unnötigerweise von vorne los. mehr...

Realist01
26.10.2017
Nach Afghanistan abgeschobener Flüchtling muss nach Deutschland zurück

Die Bulgaren machten wenigstens kurzen Prozess! Diese "Flüchtlinge" lachen uns doch aus. Armes Deutschland! mehr...

Eiermann
26.10.2017
Nach Afghanistan abgeschobener Flüchtling muss nach Deutschland zurück

Völlig lebensfern, jenseits der Realität! Der Mann ist in Sicherheit, es gibt keinen Grund für einen erneuten Aufenthalt in Deutschland. Solche Urteile sind Wasser auf die Mühlen der AfD. Diese Richter wissen gar nicht, was sie mit ihrem weltfremden Verhalten anrichten. mehr...