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Nach Ausbruch des Darmkeims erster Fall im Südwesten.
Nach Ausbruch des Darmkeims erster Fall im Südwesten © dpa
24.05.2011

Nach Ausbruch des Darmkeims erster Fall im Südwesten

STUTTGART Nach dem Ausbruch des aggressiven Darmkeims EHEC in Norddeutschland ist nun auch ein Mensch in Baden-Württemberg erkrankt.

Es sei ein sogenannter HUS-Fall, bei dem es sich um einen gefährlichen Verlauf der Infektion handelt, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Dienstag in Stuttgart. Man prüfe derzeit, ob es einen Zusammenhang mit den Fällen in Norddeutschland gebe. Ergebnisse erwartet das Ministerium frühestens am Mittwoch.

Seit Jahresbeginn wurden im Südwesten 14 Fälle von EHEC-Infektionen sowie 3 Fälle mit schwerem Krankheitsverlauf (HUS) gemeldet. Weitere 7 frühere Fälle von EHEC werden aktuell geprüft und sind vom Landesgesundheitsamt bereits dem Robert-Koch-Institut gemeldet worden.

Über die genaue Ursache des EHEC-Erregers gibt es noch keine verlässlichen Erkenntnisse. Es gibt Vermutungen, dass es durch den Verzehr von mit Gülle gedüngtem Gemüse in den menschlichen Körper gelangt. Solange die konkrete Quelle nicht klar ist, lasse sich über die weitere Verbreitung nichts prognostizieren. «Das wäre reine Spekulation», sagte die Sprecherin.

Deutschlandweit haben die Behörden bereits mehr als 400 bestätigte Erkrankungen oder Verdachtsfälle registriert - vor allem im Norden. In Hannover hat der Erreger am Dienstag ein erstes Todesopfer gefordert. Das Durchfall-Bakterium breitet sich schnell aus und ruft außergewöhnlich schwere Krankheitsfälle mit Nierenleiden hervor.

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