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06.05.2014

Nach Diebstählen in Krankenhäusern: 35 Jährige unter Tatverdacht

Eine 35 Jahre alte Frau steht nach Ermittlungen des Polizeireviers West in dringendem Verdacht, in verschiedenen Karlsruher Kliniken mindestens 16 Patienten bestohlen zu haben.

Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung ihrer Wohnung stießen die Beamten in der vergangenen Woche auf nicht weniger als 15 Mobiltelefone, 13 Geldbörsen, mehrere Handtaschen wie auch auf Armbanduhren und Schmuck. Die Gegenstände konnten bereits teilweise Patientendiebstählen zugeordnet werden. Zudem entstammt ein sichergestellter Ausweis einer Tat in einem Karlsruher Freibad. Trotz der erdrückenden Beweislast bestreitet die selbst wegen einer Krankheit auf eine ambulante Krankenhausversorgung angewiesene Beschuldigte die Diebstähle energisch und gibt an, dass die entdeckten Gegenstände ihr gehören. Hierzu dauern weitere Ermittlungen bis zur Stunde an. Auf die Spur der Beschuldigten waren die Beamten gekommen, nachdem sich in den letzten Wochen die Anzeigen wegen Diebstählen in Kliniken stark gehäuft hatten. Immer wieder ging die Täterin nach dem gleichen Muster vor. Sie betrat die Patientenzimmer, erweckte den Anschein, Angehörige eines wegen einer Untersuchung oder Operation gerade abwesenden Patienten zu sein und machte trotz teilweiser Anwesenheit von Bettnachbarn ein ums andere Mal erfolgreich lange Finger. Da eine Krankenstation besonders betroffen war, konnten die Beamten den Kreis der Verdächtigen nach und nach einengen und die 35-Jährige schließlich identifizieren.

Die mutmaßliche Diebin kam nach Abschluss der erforderlichen Feststellungen wieder auf freien Fuß; gegen sie wird nun bei der Staatsanwaltschaft Karlsruhe eine Strafanzeige wegen fortgesetzten Diebstahls vorgelegt.