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Im Zuge des bundesweiten Dioxinskandals um belastete Futtermittel ist nun auch in Baden-Württemberg ein landwirtschaftlicher Betrieb vorsorglich gesperrt worden.
Nach Dioxinskandal erster Betrieb im Land gesperrt © dpa
07.01.2011

Nach Dioxinskandal erster Betrieb im Land gesperrt

STUTTGART. Im Zuge des bundesweiten Dioxinskandals um belastete Futtermittel ist nun auch in Baden-Württemberg ein landwirtschaftlicher Betrieb vorsorglich gesperrt worden. Es handelt sich um einen Mastbetrieb, wie ein Sprecher des Agrarministeriums in Stuttgart der Nachrichtenagentur dpa am Freitag auf Anfrage mitteilte, ohne nähere Angaben zu machen. Proben der Futtermittel würden derzeit untersucht.

Insgesamt gebe es im Südwesten bisher vier Verdachtsfälle. Der Mastbetrieb habe Futtermittel aus Niedersachsen bezogen. In einem Fall gehe es um möglicherweise belastetes Flüssigei und in zwei Fällen um Schlachttiere, die von außerhalb nach Baden-Württemberg gebracht wurden.

Die Grünen forderten von der Landesregierung, die Verbraucher umfassend und schnell über belastete Lebensmittel zu informieren. „Es darf jetzt kein Versteckspiel oder Verzögerungen geben. Die Verbraucher haben ein Anrecht darauf, zu erfahren, ob und welche Lebensmittel im Land mit Dioxin verseucht sind. Produkte und Hersteller, die vom aktuellen Dioxinskandal betroffen sind, müssen sofort bekannt gegeben und die Ware aus den Regalen genommen werden“, forderte Grünen-Landeschef Chris Kühn. Außerdem müsse das Land die Bauern vollständig über mögliche kontaminierte Futtermittel in Kenntnis setzen.

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