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Nachdem es bei der gescheiterten Abschiebung eines 23-jährigen Togolesen zu Ausschreitungen gekommen war, lief ein Großeinsatz der Polizei in der Flüchtlingsunterkunft.
Nachdem es bei der gescheiterten Abschiebung eines 23-jährigen Togolesen zu Ausschreitungen gekommen war, lief ein Großeinsatz der Polizei in der Flüchtlingsunterkunft. © dpa
09.05.2018

Nach Großeinsatz: Protest in Ellwangen angekündigt - Veranstalter: 300 Teilnehmer

Freiburg/Ellwangen. Nach dem umstrittenen Polizeieinsatz in der Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen haben Aktivisten für diesen Mittwoch Protestaktionen in der Stadt angekündigt.

Bewohner der dortigen Landeserstaufnahmeeinrichtung (Lea) sowie andere Demonstranten würden ab Mittag auf dem Marktplatz eine Mahnwache abhalten, am Abend seien ein Demonstrationszug und Kundgebungen geplant, teilte die in Freiburg ansässige Gruppe «Aktion Bleiberecht» am Dienstag mit.

Die Gruppe habe bei der Anmeldung eine Teilnehmerzahl von etwa 300 Personen genannt, teilte der Leiter des Ellwanger Ordnungsamtes, Harry Irtenkauf, der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Verantwortlich für die Einhaltung von Recht und Ordnung seien zunächst die Veranstalter selbst. Ihnen seien entsprechende Auflagen erteilt worden, darunter die Bereitstellung von Ordnern. Die Polizei halte Einsatzkräfte für den Fall bereit, dass es zu Straftaten kommt.

Als vier Polizisten einen Mann aus Togo am Montag der vergangenen Woche zur Abschiebung aus der Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen abholen wollten, wurde dies von 150 bis 200 Flüchtlingen verhindert. Der betroffene Flüchtling selber gab an, sich nicht gegen seine Abholung gewehrt zu haben. Bei einem Großeinsatz der Polizei drei Tage später wurde der Togoer schließlich festgenommen, er soll nach Italien abgeschoben werden. Der Fall hatte bundesweite Debatten über die Abschiebepraxis ausgelöst.

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