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Zwei Ermittler untersuchen am 31.01.2013 in Ebhausen-Rotfelden (Baden-Württemberg) in den Ruinen des abgebrannten Kamelhof ein Kabel. Bei einem Großbrand auf der Kamelfarm in Baden-Württemberg sind 86 Kamele ums Leben gekommen. Mit einer Trauerfeier erinnerte der Kamelhof in Ebhausen-Rotfelden am 13.04.2013 an die Unglücksnacht. © dpa
Auf dem Gelände des Kamelhofes in Ebhausen sind bei einem Großbrand dutzende Tiere ums Leben gekommen. Foto: Polizei Calw
12.04.2013

Nach Kamelfarm-Feuerhölle: Trauerfeier für Tiere

Ebhausen-Rotfelden. Mehr als 500 Menschen, darunter viele Kinder, haben am Samstag in einer Trauerfeier auf dem Kamelhof in Ebhausen-Rotfelden (Kreis Calw) an die Unglücksnacht am 31. Januar erinnert. Damals verbrannten 86 Dromedare und Trampeltiere sowie ein Lama. Nur fünf Tiere überlebten. Bei der Feier wurde eine Erinnerungstafel enthüllt, auf der alle Namen der 87 gestorbenen Tiere aufgeführt sind.

Zudem stiegen Luftballone in den Himmel. Bei dem Großbrand auf von Landwirt Wilhelm Breitling betriebenen Kamelfarm waren das Hauptgebäude und damit die Ställe der bei Besuchern beliebten Einrichtung zerstört worden.

Die Ursache des Brandes ist nach wie vor unklar. Die kriminaltechnischen Ermittlungen sind nach Auskunft der Polizei noch nicht abgeschlossen. Ob die seit 2002 bestehende Kamelfarm wieder errichtet wird, ist fraglich. Der 73-jährige Breitling will diese Arbeit nicht übernehmen. Er suchte bereits vor dem Brand nach einem Nachfolger. Fündig geworden ist er bislang nicht.

Die Kosten für einen Wiederaufbau schätzte er am Samstag auf deutlich mehr als eine Millionen Euro. Da eine neue Zucht aufgebaut und das Areal völlig neu gestaltet werden müsste, würde der Wiederaufbau seinen Angaben zufolge acht bis zehn Jahre dauern.

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