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18.07.2014

Nach Razzia: Tiernahrungshersteller Deuerer hebt umstrittene Werkverträge auf

Bretten. Zwei Monate nach einer Razzia wegen des Verdachts von illegaler Sonn- und Feiertagsarbeit hat der Tiernahrungshersteller Deuerer in Bretten (Kreis Karlsruhe) die umstrittenen Werkverträge mit Arbeitern aus Ungarn aufgehoben.

Von ihnen seien 60 in einer neu gebildeten Tochterfirma angestellt worden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Weitere 300 Arbeiter sollen Verträge bei einer Verpackungsfirma erhalten und bis Mitte 2015 als Leiharbeiter bei Deuerer beschäftigt werden. Zugleich werde ein zweistelliger Millionenbetrag in die automatisierte Verpackung und eine neue Halle investiert, kündigte das Unternehmen an.

«Wir wurden teilweise auf grenzwertige Art angegangen und dabei auch für Dinge verantwortlich gemacht, die wir nur sehr eingeschränkt gestalten können», erklärte Geschäftsführer Hans-Jürgen Deuerer in einer schriftlichen Mitteilung. Deshalb habe das Unternehmen jetzt die Konsequenzen gezogen und den Einsatz von Werkverträgen beendet. Neben den bisher 360 Arbeitern des ungarischen Werkvertragsunternehmen beschäftigt Deuerer rund 1000 Leiharbeiter von Zeitarbeitsfirmen und weitere 350 Angestellte.

Innerhalb des nächsten Jahres solle das eigene Personal um 100 Mitarbeiter aufgestockt werden, sagte ein Sprecher des Unternehmen der Zeitung «Heilbronner Stimme» (Samstag).