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30.04.2014

Nach schwerem Raub an 18-Jährigem zwei Festnahmen

Karlsruhe. Mit der Festnahme zweier 37 und 41 Jahre alter drogenabhängiger Männer sind die Karlsruher Ermittlungsbehörden bei der Klärung eines in der Nacht zum 22. April verübten schweren Raubes den offenbar entscheidenden Schritt weitergekommen.

Wie gemeldet, hatte am Karlsruher Hauptbahnhof ein Passant zu nächtlicher Stunde wegen eines an Kopf und Körper schwer verletzten 18-Jährigen die Rettungskräfte zu Hilfe gerufen. Aufgrund der ersten Angaben des Schwerverletzten war zunächst von einer im Bereich des Albtalbahnhofes auf offener Straße verübten Tat auszugehen, bei der zwei Unbekannte den jungen Mann niedergeschlagen, mit Schlägen und Tritten erheblich malträtiert und letztlich auch beraubt hatten.

Bei den Vernehmungen des mit einem Schädelbruch und einer Vielzahl weiterer Verletzungen in eine Klinik eingelieferten 18-Jährigen konnten die Beamten der Kriminalpolizei dann den tatsächlichen Geschehensablauf ermitteln. Demnach konsumierten der spätere Geschädigte und die beiden ihm weitläufig bekannten Täter in der Wohnung des 18-Jährigen zunächst gemeinsam Betäubungsmittel. Im Verlauf des Abends wurden die 37 und 41 Jahre alten Männer ihm gegenüber aber handgreiflich und schlugen ihn unter der ständigen Drohung, ihn umzubringen, brutal zusammen. Unter anderem dienten ihnen ein Metallklappstuhl, zwei Messer und ein Besenstiel als Tatmittel. Obwohl der 18-Jährige eigenem Bekunden nach mehrfach das Bewusstsein verlor, hielt das Duo ihn noch über einen längeren Zeitraum in der Wohnung fest. Dabei raubten sie ihrem Opfer auch das Handy, die Hausschlüssel sowie persönliche Papiere. Später zwang der 37-Jährige den Schwerverletzten, ihn zu Fuß zum Karlsruher Hauptbahnhof zu begleiten. Da ihm hier offenbar der Ernst der Situation klar wurde, bat er den Passanten um Verständigung eines Rettungsdienstes und suchte selbst das Weite.

In den Tagen nach der Tat gelang es den Kriminalbeamten durch akribische Ermittlungen, die im nördlichen Landkreis Karlsruhe beziehungsweise in Rastatt wohnenden Verdächtigen zu identifizieren. Nachdem die Beschuldigten am Dienstagmorgen jeweils an ihren Wohnorten dingfest gemacht werden konnten, wurden ihnen die von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe erwirkten Haftbefehle durch den zuständigen Richter noch am selben Nachmittag eröffnet. Anschließend wurden sie in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Der geschädigte 18-Jährige konnte inzwischen das Krankenhaus verlassen, er leidet aber nach wie vor ganz erheblich unter den Folgen der Tat.