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Ein Mitarbeiter der Gelita AG kontrolliert in Eberbach im Werk des Gelatineherstellers einen Behälter zur Zwischenlagerung der Gelatine. Die Gelita AG will auf funktionale Fruchtgummis setzen.
Ein Mitarbeiter der Gelita AG kontrolliert in Eberbach im Werk des Gelatineherstellers einen Behälter zur Zwischenlagerung der Gelatine. Die Gelita AG will auf funktionale Fruchtgummis setzen. © dpa
30.04.2014

Naschen gegen Falten: Gelatinehersteller setzt auf "Schönheit von innen"

Mannheim. Der Gelatine-Hersteller Gelita will europäische Süßwarenhersteller vom Nutzen funktionaler Fruchtgummis überzeugen. Die könnte man als Gesundheits- oder Schönheitsprodukt verkaufen - naschen gegen Schnupfen, Falten, Depressionen und vieles andere mehr.

Süßigkeiten mit einer hohen Dosis an zum Beispiel Vitaminen seien ein stark wachsendes Segment, vor allem in den USA, sagte der Vorstandsvorsitzende Josef Konert am Mittwoch bei der Präsentation der Jahreszahlen in Mannheim. «In Europa muss man die Kunden erst einmal für diesen Markt öffnen.» Gelita entwickele zudem einen Bestandteil für Fruchtgummis, der Falten reduzieren solle. «Schönheit von innen ist ein Riesenwachstumsmarkt.»

Einen weiteren Wachstumsmarkt sieht Konert in «Halal»-Produkten für Muslime. Diese Lebensmittel entsprechen den Anforderungen des Islams und enthalten unter anderem keine Spuren von Schweinefleisch. Die «Halal»-zertifizierte Produktion von Rindergelatine mache bei Gelita bereits rund 10 Prozent des Umsatzes aus, sagte Konert.

Das Familienunternehmen mit Sitz in Eberbach (Rhein-Neckar-Kreis) steigerte seinen Umsatz im Jahr 2013 im Vorjahresvergleich um 10,8 Prozent auf 709 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 2 Millionen Euro auf 65 Millionen Euro. Das Nettoergebnis veröffentlicht Gelita nicht. Die Mitarbeiterzahl blieb mit rund 2560 Beschäftigten in etwa konstant. Gelita ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer. Das Unternehmen hat weltweit 21 Werke.