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Weil ein Autofahrer seinem Navigationsgerät blind vertraute, fuhr er durch eine Fußgängerzone in eine gesperrte Straße und dann auf Gleise, auf denen er dann festsaß.
Weil ein Autofahrer seinem Navigationsgerät blind vertraute, fuhr er durch eine Fußgängerzone in eine gesperrte Straße und dann auf Gleise, auf denen er dann festsaß. © Symbolbild: dpa
14.06.2012

Navigationsgerät lotst Autofahrer aufs Gleis

Karlsruhe. Souverän und sicher weist die Stimme im Auto die Fahrtrichtung an. Glasklar kommen die Anweisungen. Da gibt es kein Entweder-oder. Schließlich ist das Navigationsgerät ein kompetenter, zuverlässiger Partner im Straßenverkehr. Das denkt auch ein aus Kirchheim unter Teck stammender 48-jähriger Autofahrer, der in Karlsruhe brav den Anweisungen seines Navigationsgerätes folgt - und in der großen Baustelle in der Karlsruher Innenstadt plötzlich auf den im Bau befindlichen Gleisanlagen aufsitzt.

Der scheinbar moderner Technik gegenüber etwas vertrauensselige Mann ist nach den Feststellungen der Polizei am Mittwoch kurz vor 19 Uhr zunächst vom Mühlburger Tor kommend die Kaiserstraße entlang gefahren. Die Computerstimme seines Navis führt ihn in die seit Jahren für den Fahrzeugverkehr gesperrte Fußgängerzone am Europaplatz,. Er biegt dann entsprechend der weiteren Weisung nach rechts in die gesperrte Karlstraße, also in Richtung Süden, ab.

Allen Verkehrsschildern und Widrigkeiten zum Trotze setzt der 48-Jährige seine holprige Fahrt über die Schienen fort, bis nach wenigen Metern die Pflasterung der Gleiskörper endet und das Auto auf den Querstreben aufsitzt. Ein Kran muss das Auto aus den Gleisen heben. Immerhin: Ein nennenswerter Schaden entsteht nicht, weder am Gleiskörper noch am Fahrzeug. So belassen es die Ordnungshüter bei einer mündlichen Verwarnung des Autofahrers und bei einer eingehenden Belehrung über die Tücken der Technik. pol

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