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Ein Abgeordneter geht während der 130. Sitzung des 16. Landtags von Baden-Württembergs über eine Treppe, auf der ein Hinweis "Bitte Abstand halten!" klebt.  Foto: Sebastian Gollnow/dpa 

Neue Corona-Verordnung geht ins Detail: Kontaktbeschränkung gilt auch für den privaten Raum

Stuttgart. Die baden-württembergische Landesregierung hat am Sonntag eine verschärfte Corona-Verordnung verkündet. Sie tritt am Montag in Kraft und soll bis Ende November gelten, wie die Regierung auf ihrer Webseite bekanntgab.

Aufgrund der verschärften Verordnung müssen Restaurant, Bars und Cafés ab Montag geschlossen bleiben. Der Verkauf am Tresen oder zum Mitnehmen bleibt demnach erlaubt. Auch Kultureinrichtungen wie Theater, Museen und Kinos sollen dicht bleiben.

Zudem werden strengere Kontaktbeschränkungen erlassen: Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch Personen aus zwei Haushalten treffen, maximal aber 10 Personen. Ausgenommen von der Regelung zur Anzahl der Haushalte sind Ehegatten, Lebenspartner und Verwandte in direkter Linie. Die Anzahl von zehn Personen darf dabei dennoch nicht überschritten werden. Gleiches soll zudem in privaten Räumen gelten. Sollten aber mehr als zehn Personen in einem Haushalt leben, bleibt dies mit der neuen Regelung weiter erlaubt.

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Verboten werden auch alle «Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen», wie es in der Erklärung der Landesregierung heißt. Dies betreffe etwa Jahrmärkte, Kirchweihen, und etwa auch Tanzunterricht. Erlaubt bleiben lediglich religiöse Veranstaltungen und beispielsweise Beerdigungen.

Die Regierung begründet die Maßnahmen mit der «besorgniserregenden Entwicklung» des Infektionsgeschehens in Baden-Württemberg. «Der exponentielle Anstieg der Neuinfektionen, die schon jetzt hohe Auslastung der intensivmedizinischen Kapazitäten im Land und der Umstand, dass eine umfassende Nachverfolgung von Infektionsketten nicht mehr gewährleistet werden kann», machten weitere Maßnahmen erforderlich, hieß es. Dies sei notwendig für eine flächendeckende Reduzierung des Infektionsgeschehens und zur Abwehr einer akuten Gefahrenlage.

Die Ministerpräsidenten der Länder hatten am vergangenen Mittwoch gemeinsam mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Vergleichbare Maßnahmen wurden auch in den meisten anderen Bundesländern bereits verkündet und sollen ab Montag in Kraft treten.