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15.02.2016

Neues Bahn-Konzept schafft mehr Platz im S21-Tiefbahnhof

Kritiker des Bahnprojektes Stuttgart 21 hatten stets zu wenig Platz auf den Bahnsteigen im geplanten Tiefbahnhof beklagt – dem wird nun abgeholfen. Die acht Fluchttreppen werden nach dem neuen Brandschutzkonzept nicht mitten auf die Bahnsteige, sondern an deren Enden versetzt, erklärte am Montag der Brandschutzexperte der Bauherrin von Stuttgart 21, der Deutschen Bahn, Klaus-Jürgen Bieger. Gegner des bis zu 6,5 Milliarden Euro teuren Vorhabens hatten mit gefährlicher Enge argumentiert, vor allem wenn Reisende mit großem Gepäck oder Kinderwagen sich dort begegnen, wo die Fluchttreppenhäuser aufsetzen.

Die neue Planung sieht auch eine veränderte Entrauchung und Löschwasserversorgung vor, wie Bieger in Stuttgart mitteilte. Die Pläne seien auch mit Behindertenverbänden und der Stuttgarter Feuerwehr abgestimmt.

Weder der Kosten- noch der Zeitrahmen werde durch die Umplanungen, die zum Teil noch vom Eisenbahnbundesamt genehmigt werden müssen, verändert. Ende 2021 sollen die ersten Züge durch die unterirdische Durchgangsstation rollen. Bieger wies darauf hin, dass das bisherige Konzept schon genehmigt sei. „Wir könnten bauen wie genehmigt, wollen das aber weiter verbessern.“

Die Entrauchung ist nach Biegers Worten gemäß den jüngsten Brandschutzrichtlinien nun auch auf einen Großbrand von 53 Megawatt ausgelegt. Das entspricht einem Vollbrand in einem Eisenbahnwaggon.