nach oben
14.01.2010

Nicht der erste Frontalcrash von Karlsruher Straßenbahnen

KARLSRUHE. Ungebremst sind am Donnerstagmorgen zwei Straßenbahnen in Karlsruhe aufeinander gekracht. 21 Menschen werden verletzt, vier schwer und zwei lebensgefährlich. „Es ist der schlimmste Straßenbahnunfall in den letzten Jahren“, sagt ein Karlsruher Polizeisprecher angesichts der Trümmer auf den Gleisen in der Nähe des „Ettlinger Tors“. Einen Vergleich zu einem anderen Straßenbahnunfall am 17. Oktober 2008 will Straßenbahnchef Walter Casazza nicht ziehen: „Das war eine völlig andere Ursache“, sagt er.

Bildergalerie: Straßenbahnen krachen in Karlsruhe frontal aufeinander

Eine Tram war damals überraschend an einer Kreuzung abgebogen, an der sie hätte geradeaus fahren sollen - und mit einer entgegenkommenden Straßenbahn zusammengeprallt. Eine Weiche soll dafür verantwortlich gewesen sein, außerdem war eine weitere Sicherung ausgefallen, die ein Zwangsbremsen ausgelöst hätte. 15 Menschen waren verletzt worden, vier von ihnen schwer. Sechs Monate zuvor war in Karlsruhe ein Linienbus mit einer Tram zusammengestoßen. Dabei gab es neun Verletzte.

Der Unfall am Donnerstag ereignete sich wenige Tage vor dem Spatenstich für den umstrittenen Bau eines Straßenbahntunnels in der Innenstadt. Für insgesamt 587 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren zwei Tunnel gebaut werden. Durch den einen wird der Stadtbahntunnel in der Fußgängerzone unter die Erde verlegt, der andere soll das Verkehrsproblem auf einer der zentralen Verbindungsstraßen lösen.