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 Der Landesvorsitzende der baden-württembergischen SPD, Nils Schmid, wurde mit einem Traumergebnis als SPD-Landeschef wiedergewählt. Fünf Monate vor der Landtagswahl wählen die mehr als 300 Delegierten am Freitag in Mannheim den neuen Vorstand.
 Der Landesvorsitzende der baden-württembergischen SPD, Nils Schmid, wurde mit einem Traumergebnis als SPD-Landeschef wiedergewählt. Fünf Monate vor der Landtagswahl wählen die mehr als 300 Delegierten am Freitag in Mannheim den neuen Vorstand. © dpa
09.10.2015

Nils Schmid mit Traumergebnis als SPD-Landeschef wiedergewählt

Triumph für Nils Schmid: Die SPD in Baden-Württemberg hat ihren Vorsitzenden mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt. Mit 91 Prozent stärkte ihm die Basis fünf Monate vor der Landtagswahl den Rücken. Zuvor hatten die Delegierten beim Parteitag in Mannheim am Freitag minutenlang die kämpferische Rede des Vize-Regierungschefs gefeiert.

Schmid erhielt in Mannheim 272 Ja-Stimmen und 23 Nein-Stimmen. Vier Delegierte enthielten sich. Auf der Tagesordnung stand auch die Wahl seiner Stellvertreter. Schmid sprach von einem gelungenen Start in den Parteitag und beschwor die Geschlossenheit der Partei mit Blick auf die Landtagswahl im März 2016. Vor zwei Jahren war der Finanz- und Wirtschaftsminister noch mit 71,5 Prozent Zustimmung abgewatscht worden.

Angesichts schlechter Umfragewerte sucht SPD-Landeschef Nils Schmid eine schärfere Auseinandersetzung mit der politischen Konkurrenz. «Ich werde stärker zuspitzen und klar machen, wofür die SPD steht, gerade im Unterschied zu den anderen Parteien im Land», sagte Schmid dem «Mannheimer Morgen» vor dem Landesparteitag. «Wir werden bei allem deutlich machen, wer in der Regierung was leistet - und da steht die SPD-Ministerriege sehr gut da.»

Schmid räumte ein, dass die Umfragewerte schlecht seien. «Sie sind aber weder Schicksal noch in Stein gemeißelt.» Deshalb seien sie für ihn und alle in der SPD Ansporn, jetzt richtig Gas zu geben und die Wähler in den kommenden fünf Monaten bis zur Wahl von der SPD zu überzeugen. In einer am Freitag in der «Bild»-Zeitung veröffentlichten Umfrage des Instituts Insa-Consulere liegt die SPD bei 16 Prozent und damit klar unter ihrem Wahlergebnis von 2011 mit 23,1 Prozent.