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04.05.2015

Notschlachtung wegen Rinderherpes

Ingoldingen (dpa/lsw) - Nach der Notschlachtung von 144 Rindern ist der Ausbruch des Rinderherpes-Virus BHV1 im Kreis Biberach wieder eingedämmt. Der 16 Betriebe und 5 Teilorte der Gemeinde Ingoldingen umfassende Sperrbezirk wurde am Montag nach eineinhalb Wochen wieder aufgehoben, wie das Landratsamt Biberach mitteilte. Blutuntersuchungen hätten weder auf eine Verschleppung noch auf eine Ausbreitung der Infektion hingewiesen. Unter anderem hatten die Tiere den Sperrbezirk nicht verlassen dürfen.

Mitte April hatte Verbraucherminister Alexander Bonde (Grüne) verkündet, dass Baden-Württemberg frei vom Rinderherpes sei. Die Landesregierung will von der EU-Kommission als BHV1-freie Region anerkannt werden, um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden. «Solche Einschleppungen von außen kann es sporadisch geben, das sind punktuelle Vorfälle, die den Antrag aber nicht gefährden», sagte ein Ministeriumssprecher. Der Antrag sei um mehrere Wochen zurückgestellt worden, um sicher zu gehen, dass alle Bestände virusfrei sind.

Bei Rindern kann das Virus hochansteckende Entzündungen der Atemwege verursachen. Für Menschen ist BHV1 ungefährlich. Im vergangenen Jahr wurden 3200 Rinder im Südwesten positiv auf das Virus getestet.