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Baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD).
Die baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) © dpa
20.10.2014

Öney: Muslime müssen mehr gegen Extremismus vorgehen

Um den radikalen Islamismus in Deutschland zu bekämpfen, müssen sich Muslime aus Sicht von Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) deutlich mehr engagieren. «Islamistischer Extremismus bedroht auch die Sicherheit von Muslimen und schürt Vorurteile gegen sie», sagte Öney am Montag in Stuttgart.

Zum Schutz und aus Eigeninteresse müssten Muslime daher mehr Maßnahmen ergreifen und staatliche Behörden unterstützen. Rund 20 Menschen aus Baden-Württemberg sind bereits zur Unterstützung islamistischer Gruppen nach Syrien und in den Irak gereist, sagte der Präsident vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Dieter Schneider. Nach ihrer Rückkehr gehe von ihnen, aber auch von Radikalisierten in Deutschland eine große Gefahr aus.

Deswegen sei bei der Prävention vor allem die Zusammenarbeit mit muslimischen Verbänden wichtig, sagte Öney. Dazu seien sie auch bereit. Bei dem siebten Treffen des Runden Tischs Islam am Montag in Stuttgart habe es darüber großen Konsens gegeben: Unter anderem hätten muslimische Verbände gebeten, den Islamunterricht an Schulen auszuweiten und Imame mehr in die Prävention einzubinden.