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13.08.2010

Östringen: Weiteren Sprengstoff entdeckt und entsorgt

ÖSTRINGEN. Bei der weiteren Durchsuchung der von einem 18-jährigen Chemielaboranten-Azubi genutzten Räume in einem Mehrfamilienhaus in der Östringer Kolpingstraße stießen die Ermittler der Polizei am Freitag um die Mittagszeit auf weiteren von dem jungen Mann zusammen gemischten Sprengstoff.

Wie die gesamte im Dachgeschoss gelegene Wohnung und die Kellerräume war auch der Holraum hinter dem Kniestock von dem jungen Mann völlig vermüllt worden.

Der Beschuldigte hat inzwischen ein umfassendes Geständnis abgelegt und unterstützt nunmehr die Arbeit der Polizei. Dabei hat er den neuerlichen Fund als einen von ihm gefertigten Sprengsatz identifiziert.

Der hochbrisante Stoff wurde in der Folge von einem Delaborierer des Landeskriminalamtes in einem Vollschutzanzug zu Fuß an den etwa 200 Meter entfernten nördlichen Ortsrand von Östringen getragen. Wie schon zwei Tage zuvor an gleicher Stelle, wurde hier das Laborat in einem von der Polizei eigens ausgehobenen Erdloch zur kontrollierten Detonation gebracht.

Während des Transportes und der Sprengmaßnahme sperrten Polizeibeamte den Gefahrenbereich weiträumig ab.

Die Dachwohnung und der betreffende Kellerbereich sind bis auf einen kleinen Teil inzwischen vollständig geleert. So ist noch für den Freitag damit zu rechnen, dass die Maßnahmen abgeschlossen und die Räume wieder von den Bewohnern genutzt werden können.

Nach Abschluss der von der Kriminalpolizeiaußenstelle Bruchsal geführten Ermittlungen kommt auf den Beschuldigten eine Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und fahrlässiger Körperverletzung zu. Außerdem wird er damit rechnen müssen, dass ihm die Kosten für die umfangreichen Maßnahmen von Rettungsdiensten, Feuerwehr und Polizei auferlegt werden.

Allein am Freitag waren ein Notarzt, sechs Sanitäter und Ersthelfer sowie 15 Feuerwehrleute und 21 Polizeibeamte im Einsatz.