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Eine Propellermaschine vom Typ Piper Malibu war am Dienstag mit zwei Menschen an Bord in Zürich gestartet und wenig später nahe der Blumeninsel Mainau ins Wasser gestürzt. Die Beamten gehen davon aus, dass beide Insassen ums Leben gekommen sind. Die Unfallursache ist unbekannt. © dpa
10.08.2017

Opfer von Flugzeugabsturz am Bodensee geborgen

Konstanz (dpa/lsw) - Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs am Bodensee sind am Donnerstag die beiden ums Leben gekommenen Insassen geborgen worden. Die sterblichen Überreste des 74 Jahre alten Piloten und seiner 75 Jahre alten Partnerin seien in dem am Vortag aus dem Wasser gehobenen Flugzeugwrack gefunden worden, teilte die Polizeimit. Beide Opfer stammen aus der Schweiz. Der Pilot werde auf Antrag der Staatsanwaltschaft obduziert.

Die Propellermaschine vom Typ Piper Malibu war am Dienstag in Zürich gestartet und wenig später nahe der Blumeninsel Mainau ins Wasser gestürzt.

Am Mittwoch war ein großes Stück der verunglückten Maschine aus dem Wasser gehoben worden. Weitere Bergungsmaßnahmen seien momentan nicht geplant, sagte ein Polizeisprecher. Es sei genügend Material vorhanden, um die Ermittlungen fortsetzen und abschließen zu können.

Bildergalerie: Nach Bodensee-Absturz: Experten setzen Bergung des Flugzeugs fort

Für die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung beginnt die akribische Suche nach der Ursache. Dass die Unglücksstelle im Wasser liege, stelle die Ermittler vor besondere Herausforderungen, sagte Pressesprecher Germout Freitag.

«Wasser ist wie Beton», sagte er. Wenn ein Flugzeug auf einem weicheren Untergrund - beispielsweise einem Acker - aufpralle, sei es wahrscheinlicher, dass die Wrackstücke noch komplett seien. Zudem rosteten einige Teile, etwa Speicherkarten, schnell unter Wasser. Einzelne Teile könnten auch weggeschwemmt werden.

Bis ein abschließender Untersuchungsbericht vorgelegt werde, dauere es aber eine Weile, sagte Freitag. Generell gelte: Jeder Flugunfall ist einzigartig. «Wir können nie Parallelen ziehen zu anderen Vorfällen.» Die Mitarbeiter untersuchten die Unfallstelle vor Ort, ebenso die gefundenen Wrackteile und befragten auch Zeugen. Anschließend würden die gesammelten Informationen aus- und bewertet. «Wir sammeln akribisch, um herauszufinden: Was ist in der Luft passiert, was hat das Flugzeug zum Absturz gebracht?»