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Razzia bei den in Pforzheim verbotenen Hells Angels © Seibel
25.06.2012

Organisierte Kriminalität hält Polizei zunehmend in Atem

Stuttgart/Pforzheim. Die Organisierte Kriminalität (OK) greift in Baden-Württemberg um sich: Die Zahl der Ermittlungsverfahren im OK-Bereich stieg im vergangenen Jahr auf 41 (2010: 39) - und damit das zweite Jahr in Folge. Wegen zahlreicher massiver Straftaten hatte Innenminister Reinhold Gall am 10. Juni 2011 die Rockergruppierung Hells Angels MC Borderland und die Teilgruppierung Commando 81 Borderland in Pforzheim und dem angrenzenden Enzkreis verboten. «Wir werden die Szene intensiv im Blick behalten und entsprechend reagieren», kündigte Gall an.

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Im Bereich der Bandendelikte, laut Definition eine Vorstufe der Organisierten Kriminalität, zählten die Experten sogar einen Anstieg von 142 auf 165 Ermittlungsverfahren im vergangenen Jahr, wie aus dem am Montag in Stuttgart vorgestellten Jahresbericht des Landeskriminalamtes (LKA) hervorgeht.

Bildergalerie: Razzia bei den Pforzheimer Hells Angels

Auf dem Vormarsch sind laut Gall (SPD) im Bereich der Organisierten Kriminalität vor allem Wirtschaftsdelikte wie Anlage- und Finanzbetrug oder das Ausspähen der EC-Kartendaten und Geheimnummern an Geldautomaten (Skimming). Immer häufiger wird auch das Internet für die betrügerischen Machenschaften benutzt.

Rocker und rockerähnliche Gruppierungen wie die Black Jackets seien in der OK immer aktiver, sagte Gall. So wurde im vergangenen Jahr in acht Verfahren gegen Rockerbanden ermittelt. Dabei ging es unter anderem um Rauschgift- und Waffenhandel, Eigentums- und Gewaltkriminalität sowie um Zuhälterei.

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