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Die PEGIDA-Bewegung in Karlsruhe hat wieder am Montag demonstriert. Die Zahl der Gegendemonstranten war jedoch höher. Größere Ausschreitungen gab es nicht.
Die PEGIDA-Bewegung in Karlsruhe hat wieder am Montag demonstriert. Die Zahl der Gegendemonstranten war jedoch höher. Größere Ausschreitungen gab es nicht. © dpa
24.03.2015

PEGIDA spaziert weiter durch Karlsruhe und NoKargida hält dagegen

Karlsruhe. Mit rund 200 Teilnehmern startete am Montagabend in Karlsruhe die vierte PEGIDA-Kundgebung mit anschließendem Aufzug entlang der Amalienstraße in Richtung Kaiserplatz und wieder zurück zum Stephanplatz. Insgesamt ist die Polizei zufrieden mit dem Einsatzverlauf. Drei Teilnehmer der PEGIDA-Veranstaltung meldeten sich nach der Demo bei der Polizei, da sie auf dem Weg zur Versammlung von Gegendemonstranten verletzt worden seien.

Bereits im Vorfeld hatten sich kurz nach 16 Uhr etwa 80 Personen von NoKargida auf dem Stephanplatz versammelt, um ihre angemeldete Veranstaltung durchzuführen. Obwohl die Versammlungsleiterin die Versammlung pünktlich gegen 17.30 Uhr beendete, verließen die Demonstranten den Stephanplatz zunächst nicht. Erst nach mehrmaliger Aufforderung, mehreren eingehenden Gesprächen durch das Antikonfliktteam und letztlich durch Abdrängen der Demonstranten durch die Polizei, konnten die PEGIDA-Anhänger mit erheblicher Verzögerung ihren Aufbau beginnen.

Kurz nach 19 Uhr hatten sich rund 200 Teilnehmer der PEGIDA-Demonstration auf dem Stephanplatz eingefunden. Die Veranstaltung konnte wie geplant gegen 19.20 Uhr beginnen. Nahezu gleichzeitig waren etwa 250 Teilnehmer von NoKargida auf dem Europaplatz. Während die Redebeiträge der PEGIDA-Anhänger noch liefen, beendeten die NoKargida-Demonstranten auf dem Europaplatz gegen 19.35 Uhr ihre Kundgebung. Ein Großteil der NoKargida-Demonstranten bewegte sich im Anschluss in Richtung Stephanplatz und verteilte sich, so dass sich dort nahezu 350 Personen an den Absperrungen befanden.

Nachdem die Redebeiträge der PEGIDA-Versammlung gegen 20.10 Uhr beendet waren, formierte sich der Aufzug mit den Teilnehmern und ging auf der Amalienstraße in Richtung Kaiserplatz. Parallel hierzu bewegten sich etwa 250 Gegendemonstranten auf der Karlstraße ebenfalls in Richtung Kaiserplatz, die sich an verschiedenen Stellen entlang des Aufzugs lautstark bemerkbar machten. Nach der Abschlusskundgebung der PEGIDA-Veranstaltung auf dem Stephanplatz wurden die PEGIDA-Teilnehmer mit zwei Bussen zum Bahnhof Durlach gefahren. Danach verließen auch die Gegendemonstranten langsam den Bereich um den Stephanplatz und begaben sich in einem größeren Pulk zum Hauptbahnhof Karlsruhe.

„Dank der erneut konsequenten Separierung der PEGIDA-Teilnehmer von den zeitweise bis zu 350 Demonstranten der Gegenveranstaltungen ging das Konzept der Polizei auf. Eine direkte Konfrontation beider Lager konnte vermieden werden. Am Ende dieses Demonstrationstages können wir insgesamt eine sehr positive Bilanz ziehen“, so Einsatzleiter Polizeidirektor Wolfgang Tritsch. Während dem gesamten Einsatz kam es zu Beleidigungen gegen Polizeibeamte.