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© Symbolbild: dpa
03.09.2012

Pferdemarkt in Bietigheim-Bissingen: Polizei besorgt über Aggression

Mit Blick auf den diesjährigen Pferdemarkt in Bietigheim-Bissingen spricht die Polizei von einem bislang unbekannten aggressiven Verhalten junger Erwachsener. Die zumeist wenig oder gar nicht alkoholisierten Erwachsenen seien augenscheinlich gezielt auf Auseinandersetzungen mit Festbesuchern und auch mit der Polizei aus gewesen. Bis Sonntagmorgen hat die Polizei bereits fünf gefährliche Körperverletzungsdelikte registriert.

Es sind nicht etwa angetrunkene Jugendliche, sondern vielmehr junge Erwachsene, die mit ihrem aggressiven Verhalten den Einsatzkräften insbesondere in der Nacht zum Samstag fast keine ruhige Minute gönnten. "Basierend auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre hatten wir eine angemessene Anzahl von Kräften eingesetzt, um auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen zu achten, die ordnungspolizeilichen Aufgaben zu bewältigen und im Benehmen mit dem Ordnungsdienst einen möglichst ungetrübten Veranstaltungsverlauf zu gewährleisten," so Jürgen Hamm, Leiter des Polizeireviers Bietigheim-Bissingen. "Im Verlauf der Nacht wurden die Kolleginnen und Kollegen aber an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gebracht."

So sahen sich die bei Auseinandersetzungen eingesetzten Polizisten oftmals ganzen Personengruppen gegenüber, die sie bedrohten und durch die Androhung von Reizgas- und Schlagstockeinsatz auf Distanz gehalten werden mussten. Bei der überwiegenden Mehrzahl dieser Fälle handelte es sich dabei um junge Erwachsene, die Partei für Störer ergriffen. Dieses Aggressionspotential spiegelt sich auch in der Qualität der registrierten Körperverletzungsdelikte wider. Im vergangenen Jahr sind nur zwei Fälle der gefährlichen Körperverletzung bekannt geworden.