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Ein Haflinger (Symbolbild) und ein Shetlandpony wurden in Bönnigheim wohl von fünf jungen Männern gequält. Sie zerstörten auch Teile der Koppel und des Zauns. Dies dürfte nicht die erste Untat dieser Tierquäler gewesen sein.
Ein Haflinger (Symbolbild) und ein Shetlandpony wurden in Bönnigheim wohl von fünf jungen Männern gequält. Sie zerstörten auch Teile der Koppel und des Zauns. Dies dürfte nicht die erste Untat dieser Tierquäler gewesen sein. © Symbolbild: dpa
15.07.2014

Pferdequäler schlagen schon wieder zu: Polizei sucht fünf junge Männer

Bönnigheim-Hofen. Bisher unbekannte Täter scheinen sich am Montag zwischen 15 und 16 Uhr einen üblen Spaß daraus gemacht zu haben, einen Haflinger und ein Shetlandpony auf einer Koppel in Bönnigheimzu quälen. Wie ein Ludwigsburger Polizeisprecher gegenüber PZ-news erklärte, gebe es keinen Zusammenhang mit dem Fall einer erstochenen und aufgeschlitzten Stute in Ludwigsburg-Poppelheim.

Als Täter könnten laut Zeugenaussagen fünf junge Männer in Frage kommen, die zunächst das Weidezaungerät aus dem Boden zogen, um gefahrlos auf die Koppel zu gelangen. Danach rissen sie den beiden Wallachen die Fliegenhauben vom Kopf, übergossen sie mit Wasser und schlugen die Tiere mit Ästen. Anschließend banden die Täter die Pferde in ihrem Unterstand fest und schnitten ihnen Teile ihrer Mähne und des Schweifs ab.

Schließlich öffneten sie den Zaun und trieben die verstörten Tiere in die Weinberge. Auf der Koppel sorgten die Täter dann noch für ein großes Durcheinander. Sie zerschnitten den Weidezaun und warfen das Weidezaungerät in eine Wiese.

Bereits am vergangenen Wochenende hatte am gleichen Ort ein ähnlicher Vorfall für Aufsehen gesorgt. Auch in diesem Fall wurde die Koppel verwüstet und den Pferden die Hauben von den Köpfen gezogen. Und das ist noch nicht alles, was bei Bönningen an Tierquälereien stattgefunden hat. Am vergangenen Freitagabend wurde dort gegen 18 Uhr auf einem Gehöft ein verletztes Pferd entdeckt. Das Tier wies auf dem Nasenrücken eine stark blutende Verletzung auf, die möglicherweise durch das Projektil einer Schusswaffe verursacht wurde.

Obwohl diese Tierquälereien in Bönnigheim und die Tötung der Stute bei Poppenweiler im gleichen Landkreis stattfanden, gehen die Ermittler in Ludwigsburg, so ein Polizeisprecher, nicht von identischen Tätern aus. Die Polizei rät Pferdebesitzern, die Besuchsintervalle auf den Weiden zu verkürzen und besonders aufmerksam zu sein oder nach Möglichkeit die Tiere in gesicherten Ställen unterzubringen.

Ein besonders ekliger Fall von Pferdequälerei wurde vor etwas über zwei Wochen in Laufenburg (Landkreis Waldshut) dokumentiert. Ein Unbekannter hatte einem Pferd die Zunge abgeschnitten