AdobeStock_340484408
Das Haupt- und Landgestüt Marbach auf der Schwäbischen Alb mit seiner bekannten Araberzucht benötigt 1,2 Millionen Euro, um liquide zu bleiben. 

Pferdezucht des Landes braucht Hilfe in der Corona-Pandemie

Stuttgart. Die Corona-Pandemie bringt zunehmend auch Traditionsbetriebe des Landes in wirtschaftliche Not. Das Haupt- und Landgestüt Marbach auf der Schwäbischen Alb mit seiner bekannten Araberzucht benötigt 1,2 Millionen Euro, um liquide zu bleiben. Agrarminister Peter Hauk (CDU) sagte am Donnerstag auf Anfrage in Stuttgart, die Einrichtung leide unter den Folgen der Corona-Pandemie durch Mehraufwand und Mindererträge, die man finanziell ausgleichen müsse. Zunächst hatten «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten» darüber berichtet.

Das Gestüt musste dem Bericht zufolge einen Schichtbetrieb einführen, um im Quarantänefall eine Teilbelegschaft zur Versorgung der rund 600 Pferde zu haben. Auch ein Zaunbau zur Besucherlenkung habe zu Buche geschlagen. Die Absage von kostenpflichtigen Lehrgängen und nicht zuletzt die Absage der Hengstparade - einer regelmäßig veranstalteten Vorführung verschiedener Pferderassen mit Zehntausenden von Besuchern - hätten Verluste von insgesamt 980 000 Euro verursacht. Hauk sagte weiter: «Das Haupt- und Landgestüt Marbach ist mit seiner traditionsreichen Pferdezucht und Gestütsgeschichte ein kulturelles Juwel inmitten des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.»