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löschschaum bitumenwerk © tv-bw
05.05.2011

Pforzheimer Feuerwehr hilft bei Großbrand bei Philippsburg - Rauchsäule zieht bis Rheinland-Pfalz

PHILIPPSBURG. Es ist einer der größten Brände in der jüngeren Geschichte in Baden-Württemberg: In Philippsburg ist gegen 18.30 Uhr ein Bitumenwerk in Brand geraten. Am späten Donnerstagabend war noch in 30 Kilometer Entfernung ein gewaltiger Rauchpilz über dem Firmenareal zu sehen. Die Löscharbeiten werden wahrscheinlich bis zum Freitagmorgen andauern. Mit dabei unter den rund 300 Feuerwehrleuten aus dem ganzen Landkreis Karlsruhe und dem Nachbarland Rheinland-Pfalz sind auch Spezialisten aus Pforzheim, denn die Feuerwehr der Goldstadt liefert 10.000 Liter von dringend benötigtem Löschschaum.

Bildergalerie: Großbrand in Philippsburg: Rauchwolke zieht bis nach Rheinland-Pfalz

Bildergalerie: Bitumenwerk in Philippsburg brennt ab: Pforzheimer Feuerwehr hilft mit Löschschaum

Um 21.24 Uhr rückten zwei Fahrzeuge mit der Löschschaum-Reserve von der Pforzheimer Hauptfeuerwache aus. Die 300 Feuerwehrleute in Philippsburg hatten bislang mit Wasser aus einem nahen Baggersee versucht, den Großbrand zu löschen. Keine leichte Aufgabe, denn auf dem etwa 5000 Quadratmeter großen Areal wird Bitumen zu Dachpappe und Bitumenplatten verarbeitet – und dieses dichten Rauch abgebende Material ist im Brandfall nur schwer zu löschen. Mit dem Löschschaum aus Pforzheim soll das gewaltige Feuer nun effektiver eingedämmt werden.

Ein gigantischer Rauchpilz zeigt weithin die Größe der Brandkatastrophe an. Der Qualm zieht in Richtung Rheinland-Pfalz. Nicht nur für die Anwohner in Phlippsburg, sondern auch für im Rauchabzugsgebiet liegende Gemeinden des benachbarten Bundeslandes gilt für die nächsten Stunden: Türen und Fenster sind geschlossen zu halten. Feuerwehrspezialisten aus Rheinland-Pfalz sind mit Messungen der Luft beschäftigt, denn zunächst einmal wird der Rauch über dem Bitumenwerk als giftig eingeschätzt.

Über die Brandursache ist noch nichts bekannt. Der Schaden geht in die Millionenhöhe. Die 300 Feuerwehrleute werden noch bis zum Freitagmorgen mit den Flammen zu kämpfen haben. Eine Bahnlinie in der Nähe des 5000 Quadratmeter großen Firmenareals wurde gesperrt. 

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