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bombe © Symbolbild dpa
17.01.2014

Phosphorbombe in Karlsruhe bei Bauarbeiten entdeckt

Karlsruhe. Der Fund einer Phosphorbombe bei Erdarbeiten führte am Freitagmittag in Karlsruhe-Knielingen zu Evakuierungsmaßnahmen und Straßensperrungen. Die schnelle Reaktion eines Baggerfahrers verhinderte Schlimmeres.

Um 13.40 Uhr wurde die Karlsruher Polizei informiert, dass bei Rodungsarbeiten auf einem Freigelände im Bereich der Verkehrsbetriebe Karlsruhe der Bagger auf eine Bombe gestoßen sei. Wie weiter mitgeteilt wurde, soll sichtbarer Rauch aus der Bombe herausgetreten sein. Der Baggerführer schüttete geistesgegenwärtig die Bombe sofort wieder mit Erde zu.

Vor Ort wurde durch die alarmierten Einsatzkräfte festgestellt, dass die Baggerschaufel die rund 30 cm lange Phosphorbombe durchtrennt und dadurch eine sofortige chemische Reaktion verursacht hatte. Wie sich herausstellte, war dies die richtige Entscheidung, denn dadurch, dass kein Sauerstoff mehr an die Bombe herantreten konnte, war keine weitere Reaktion mehr möglich und die Gefahr gebannt.

Die Berufsfeuerwehr Karlsruhe, die mit ihrem Gefahrgutzug angefahren war, konnte somit Entwarnung geben. Dennoch wurde die zeitnah und weiträumig veranlasste Evakuierung von einem Sicherheitsbereich von rund 100 Meter durch Polizeikräfte aufrechterhalten. Hierbei blieb bis zum Erscheinen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes die Karlsruher Wikingerstraße gesperrt.

Um 16.20 Uhr konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst den Sprengkörper in einem drucksicheren Behältnis abtransportieren.