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Ein überladenes und daher zu tief fliegendes Ultraleichtflugzeug (Symbolbild) ist wegen eines Pilotenfehlers in einen Baggersee gestürzt. Ein Mitflieger starb, der Pilot schwebt in Lebensgefahr.
Ein überladenes und daher zu tief fliegendes Ultraleichtflugzeug (Symbolbild) ist wegen eines Pilotenfehlers in einen Baggersee gestürzt. Ein Mitflieger starb, der Pilot schwebt in Lebensgefahr. © Symboldbild: dpa
15.09.2011

Pilotenfehler: Ultraleichtflieger stürzt in Baggersee

Der Absturz eines Ultraleichtflugzeuges in Kirchberg-Sinningen im Landkreis Biberach geht allen bisherigen Ermittlungen zufolge auf menschliches Versagen zurück. Das mit zwei Männern besetzte Flugzeug war in einen gut besuchten Badesee gestürzt und untergegangen. Der 27-Jährige Mitflieger starb noch am Absturzabend in einer Klinik. Der 23-jährige Pilot schwebt weiterhin in Lebensgefahr.

Badegäste waren bei dem Absturz am 3. September weder gefährdet noch geschädigt worden. An der Maschine war Totalschaden in Höhe von rund 70000 Euro entstanden.

Die Kriminalpolizei Biberach, die Staatsanwaltschaft Ravensburg und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung haben in den vergangenen Tagen umfangreiche Untersuchungen zur Absturzursache angestellt. Bei der Begutachtung des Flugzeugwracks konnten bislang keine technischen Mängel festgestellt werden. Durch die Befragung von Zeugen und weitere Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Pilot die für Überlandflüge vorgeschriebene Mindestflughöhe von 600 Metern nicht eingehalten hatte. Außerdem war die Maschine beträchtlich überladen, was aus dem Gewicht der beiden Insassen sowie dem getankten Treibstoff resultierte.

Die zu geringe Flughöhe, gepaart mit der Überladung und einem Flugmanöver kurz vor dem Absturz dürften letztlich zu dem tragischen Unglück geführt haben. Gegen den Piloten wurden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und eines Verstoßes gegen das Luftverkehrsgesetzt sowie die Luftfahrtverordnung eingeleitet. dpa