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Der Flughafen Köln/Bonn ist besonders stark betroffen. Foto: Henning Kaiser
29.08.2014

Pilotenstreik: Auch im Südwesten bleiben Reisende am Boden

Stuttgart. Ausfälle oder Verspätungen: Die Pilotenstreiks der Lufthansa-Tochter Germanwings haben am Freitag auch Fluggästen im Südwesten einen Strich durch die Reiseplanung gemacht. Insgesamt fielen nach Angaben der Airline 36 Flüge von und nach Stuttgart aus.

Passagiere mussten wegen Verzögerungen und Verschiebungen allerdings auch am Nachmittag noch mit Einschränkungen rechnen. Am Bodensee-Airport in Friedrichshafen musste wegen des Streiks nur eine Verbindung von und nach Köln gestrichen werden, wie ein Sprecher sagte.

An vielen deutschen Flughäfen drohen auch an diesem Wochenende durch den Pilotenstreik bei Germanwings Flugausfälle. Ein Sprecher der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit wollte nicht ausschließen, dass der Ausstand in den nächsten Tagen fortgesetzt werde.

Der befristete Ausstand war Teil eines bundesweiten Arbeitskampfes. Die Piloten hatten in mehren deutschen Städten die Arbeit von 6.00 Uhr bis 12.00 Uhr niedergelegt. Hintergrund waren am Vortag gescheiterte Verhandlungen über eine Lösung der strittigen Fragen über den Vorruhestand der 5400 Piloten bei Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo.

Insgesamt waren durch den sechsstündigen Streik von geplanten 164 insgesamt 116 Flüge ausgefallen und rund 15.000 Passagiere betroffen.

Trotz der Streiks der Piloten war es an den betroffenen Airports zu keinen größeren Behinderungen gekommen, wie Sprecher übereinstimmend sagten. Viele Fluggäste seien vorab über ihre Reisebüros, SMS oder Mails informiert worden. Die Streiks hätten bei der Airline insgesamt einen wirtschaftlichen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht, sagte ein Unternehmenssprecher.