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25.12.2015

Polizei an Heiligabend im Dauereinsatz

Alles andere als friedlich ist der Heiligabend für Polizei und Rettungskräfte in einigen Orten im Südwesten abgelaufen - denn häufig wurde getrunken und dann geprügelt oder Auto gefahren. Die Nacht nach der Bescherung nutzten außerdem viele Einbrecher, um sich in verlassenen Wohnhäusern - oder auch während die Bewohner schliefen - selbst zu bedienen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Hauptaufgabe der Streifenbesatzungen sei es gewesen, Streitigkeiten und Schlägereien zu unterbinden, sagte ein Sprecher der Polizei Offenburg. Der übermäßige Konsum von Alkohol sei in vielen Fällen Auslöser der Einsätze gewesen.

Ein Taxifahrer wurde in Überlingen am Bodensee Opfer einer Prügelattacke. Mit Schlägen und Reizgas griffen zwei 22-Jährige den Mann an. Der Grund: Das Duo wollte mit fünf Begleitern in das Taxi steigen - doch es gab nur sechs freie Plätze. Als der Fahrer sie deshalb abwies, schlug einer der Täter mit der Faust zu, der zweite sprühte Reizgas ins Taxi. Die Schläger flüchteten, konnten aber wenig später gefasst werden.

In Bad Saulgau (Kreis Sigmaringen) schlug ein Kneipenbesitzer einem ungebetenen Gast eine Flasche auf den Kopf. Der 22-Jährige kam mit blutenden Verletzungen in ein Krankenhaus. Der Mann hatte Hausverbot in dem Lokal. Dem wollte der Wirt offenbar Nachdruck verleihen, doch der Gast wurde handgreiflich. Nun müssen beide Männer mit Strafen rechnen: Gegen den Kneipenbesitzer wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt, gegen den 22-Jährigen wegen Hausfriedensbruchs.

Auch im Kreis Reutlingen sorgte der festliche Anlass für hitzige Gemüter: Bei einer Schlägerei in der Innenstadt zog sich ein 23-Jähriger eine blutende Kopfwunde zu. Er war nach ersten Ermittlungen mit einer Gruppe betrunkener Männer aneinandergeraten, dann flogen die Fäuste. Der Verletzte kam in eine Klinik.

Allein im Rhein-Neckar-Kreis meldete die Polizei am Freitagmorgen sieben Wohnungseinbrüche, die sich in der Nacht ereignet hatten, in der Ortenau vier. Weitere Einbrüche verzeichnete die Polizei in den Kreisen Tuttlingen, Esslingen und Rastatt sowie in Mannheim, Heidelberg und Tübingen. Die Täter brachen über teils geöffnete Fenster oder Terrassentüren ein oder schlugen gleich das Glas ein.