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Achtzehn Wochen alte Puten stehen in einem Stall auf einem Putenmasthof, aufgenommen am 25.11.2015. Foto: Carmen Jaspersen/dpa
Achtzehn Wochen alte Puten stehen in einem Stall auf einem Putenmasthof, aufgenommen am 25.11.2015. Foto: Carmen Jaspersen/dpa
12.05.2015

Polizei ermittelt gegen Tierschützer nach Putenstall-Einbrüchen

Ilshofen/Leutenbach (dpa/lsw) - Nach einem gewaltsamen Einbruch in einen Putenstall müssen drei Tierschützer mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Die 19, 22 und 27 Jahre alten Aktivisten wurden am Montag vorläufig festgenommen, wie die Polizei in Aalen mitteilte. Es geht um Vorwürfe des Hausfriedensbruchs und der Körperverletzung. «Sowas habe ich im Präsidiumsbereich noch nicht mitgekriegt, jetzt kam's heftig», sagte ein Beamter am Dienstag.

Bei dem Einbruch in Ilshofen im Kreis Schwäbisch-Hall erwischte der 36-jährige Stallbetreiber die drei Eindringlinge beim Filmen der Tiere, als er in der Nacht zum Montag nach einem Alarm im Stall nach dem Rechten sah. Die Eindringlinge flüchteten. Der Landwirt verfolgte sie und hielt den 27-Jährigen fest, der sich mit Pfefferspray wehrte. Dabei wurde der Landwirt leicht verletzt.

Unbekannte drangen zudem nach Polizeiangaben vom Dienstag mehrfach in einen Putenstall in Leutenbach (Landkreis Rems-Murr) ein. Eindringlinge schlugen zunächst am Sonntagabend mit einem größeren Stein auf die Türklinke ein, um in den Stall zu gelangen. Bei einem weiteren Einbruch in der Nacht auf Montag kam es zu einer Massenpanik unter den Puten. «Die Tiere wurden dabei wohl erschreckt, sodass sie in Panik gerieten und dadurch etwa 250 Tiere verendeten», teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Polizei sucht nach den Tätern und ermittelt, ob ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen besteht. «Die Vermutung liegt nahe, dass es sich auch um Tierschützer handelt», sagte ein Polizist.