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© Symbolbild: dpa
15.07.2013

Polizei eskortiert 21-Jährige nach Hause und entdeckt Cannabisplantage

Karlsruhe. Eine 21-jährige Karlsruherin hat zwar beim Aufziehen von Cannabispflanzen einen grünen Daumen bewiesen, beim Umgang mit Polizisten aber ließ ihr Verhalten zu wünschen übrig. Deswegen muss die Hobbygärtnerin und mutmaßliche Drogendealerin jetzt mit einer Anzeige wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung rechnen.

Die junge Frau war am frühen Samstagmorgen zunächst hilflos durch Karlsruhe geirrt. Als Beamte des Polizeireviers West sie aufgriffen und nach Hause brachten, entdeckten sie in ihrer Wohnung eine Aufzucht von mindestens 50 Cannabispflanzen. Das nahmen die Beamten zum Anlass, die Frau etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Bei der Durchsuchung stießen sie auf 12,5 Gramm Amphetamin.

Den Rest erledigte ein vierbeiniger Kollege. Der hinzugezogene Rauschgiftspürhund erschnüffelte in der Wohnung noch weitere fast 135 Gramm Amphetamin.

Da die Verdächtige mit Drogen offenbar einen schwunghaften Handel betrieben haben soll, entsprach der zuständige Richter noch am Samstag dem Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und erließ gegen die Frau Haftbefehl. Bei ihrer Vorführung vor dem Richter leistete die 21-Jährige derart heftigen Widerstand, dass sie von Beamten des Fachdienstes Notruf festgehalten werden musste. Trotzdem wurde ein Beamter durch einen Tritt gegen den Oberschenkel leicht verletzt und von ihr überdies ins Auge gespuckt.

Da bei der Beschuldigten eine Infektionskrankheit nicht auszuschließen ist, wurde bei ihr eine Blutentnahme angeordnet. Inzwischen wurde sie in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. pol/tok