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Bei der Polizeidirektion Rastatt/Baden-Baden werden beschlagnahmte Euro-Scheine und ein Skimming-Gerät präsentiert. Nach monatelangen Ermittlungen gelang es der Kriminalpolizei Rastatt/Baden-Baden mit der Festnahme von drei rumänischen Staatsbürgern, eine Serie von über 20 Skimmingtaten an Geldautomaten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit einem Gesamtschaden von 520 000 Euro aufzuklären.
Bei der Polizeidirektion Rastatt/Baden-Baden werden beschlagnahmte Euro-Scheine und ein Skimming-Gerät präsentiert. Nach monatelangen Ermittlungen gelang es der Kriminalpolizei Rastatt/Baden-Baden mit der Festnahme von drei rumänischen Staatsbürgern, eine Serie von über 20 Skimmingtaten an Geldautomaten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit einem Gesamtschaden von 520 000 Euro aufzuklären. © dpa
08.02.2013

Polizei fasst Geldkartenfälscher: Hunderttausende Euro Schaden

Baden-Baden (dpa/lsw) - Der Polizei ist ein Schlag gegen eine Bande von Geldkartenfälschern gelungen. Sie soll Kunden eines Geldinstituts in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit sogenanntem Skimming um mehr als eine halbe Million Euro betrogen haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Baden-Baden mit.

Beim Skimming werden Daten von Karten und Pin-Nummern mit winzigen Lesegeräten und Kameras ausgespäht und damit gefälschte Karten hergestellt. Drei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Von der Beute konnte nur ein kleiner Teil sichergestellt werden.

Zum Verhängnis war der Bande der Einsatz einer echten Kreditkarte geworden, mit der sie in einer Bank in Baden-Baden das Funktionieren ihrer Ausspäh-Technik an der Tür und dem Geldautomaten testeten. Da die Täter mit dieser Karte auch ihre Hotelrechnung zahlten, konnte die Polizei ihre Spur verfolgen. Ein 30 Jahre alter Mann ging den Ermittlern im pfälzischen Landau ins Netz, seine 30 und 37 Jahre alten Komplizen fasste die Polizei am Frankfurter Flughafen.

Allein bei ihrem Einsatz an zwei Samstagen in Baden-Baden spähte die Bande Daten von 46 Kunden aus, sagte Kripo-Chef Rolf Mildenberger. In der Folge wurde über ausländische Bankautomaten von den Konten 161 mal Geld abgehoben in einer Gesamthöhe von 106 000 Euro. Die Polizei vermutet, dass die Bande noch über Hintermänner mit dem notwendigen technischen Wissen verfügt - angefangen vom Herstellen und Montage der Lesegeräte bis zum Fälschen der Karten.