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Gleich zwei Marihuana-Plantagen hat die Karlsruher Polizei entdeckt. In einem Fall führte der hohe Stromverbrauch zum Züchter.
Gleich zwei Marihuana-Plantagen hat die Karlsruher Polizei entdeckt. In einem Fall führte der hohe Stromverbrauch zum Züchter. © dpa
14.05.2012

Polizei findet zwei Indoor-Zuchtanlagen für Marihuana

Die Karlsruher Polizei hat in den letzten Tagen gleich zwei professionell betriebene Marihuana-Zuchtanlagen in Wohnungen in der Nordweststadt und in Oberreut festgestellt. Wie so oft bot der hohe Stromverbrauch der Wärme- und UV-Bestrahlung nebst Belüftung einen Hinweis auf die Plantagen.

Wie aus ermittlungstaktischen Gründen erst jetzt berichtet werden kann, fanden Beamte der Zentralen Ermittlungsgruppe Rauschgift am vergangenen Mittwoch in der Wohnung eines 25-Jährigen in Oberreut eine Indoor-Anlage mit 65 Cannabispflanzen unterschiedlicher Größe. Die Pflanzen fanden in der mit automatischer Belüftung und Bewässerung ausgestatteten Anlage optimale Wuchsbedingungen. Nach der Aberntung und Trocknung der Blüten und der Blätter ergab sich eine Menge von insgesamt 245 Gramm Marihuana. Ein Abnehmer des Züchters wurde mit 16 Gramm der Drogen erwischt. Die Indoor-Anlage wurde ebenso wie aufgefundene Drogenutensilien, die auf einen Handel mit Betäubungsmitteln schließen lassen, beschlagnahmt.

Am Freitag stellten Beamte des Reviers West in der Wohnung eines 28-jährigen Landschaftsgärtners in der Nordweststadt ebenfalls eine professionell betriebene Anlage fest. Dass der junge Mann berufsbedingt ein Händchen für Pflanzen hat, bewiesen die 19 aufgefundenen Cannabispflanzen, die reichlich mit Blüten besetzt waren. Neben 10 Gramm Marihuana fand die Polizei auch geringe Mengen Amphetamin, Streckmittel sowie eine elektrische Feinwaage. Auf die Spur des Drogenzüchters kamen die Beamten durch den exorbitant hohen Stromverbauch des in einem Ein-Personen-Haushalt lebenden Mannes. pol

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