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Blumen liegen in Heidelberg nach einer Todesfahrt am Bismarckplatz neben einer Kerze an einer Steinsäule. Die Markierung auf dem Boden zeigt, wo der Wagen zum Stehen kam, der am Samstag in Menschengruppe gefahren ist. Nach der tödlichen Autofahrt sucht die Polizei nach dem Motiv des 35-jährigen tatverdächtigen Deutschen. Der Mann soll am Samstagnachmittag zwei Fußgänger verletzt und einen 73-Jährigen getötet haben.
Blumen liegen in Heidelberg nach einer Todesfahrt am Bismarckplatz neben einer Kerze an einer Steinsäule. Die Markierung auf dem Boden zeigt, wo der Wagen zum Stehen kam, der am Samstag in Menschengruppe gefahren ist. Nach der tödlichen Autofahrt sucht die Polizei nach dem Motiv des 35-jährigen tatverdächtigen Deutschen. Der Mann soll am Samstagnachmittag zwei Fußgänger verletzt und einen 73-Jährigen getötet haben. © dpa
26.02.2017

Polizei prüft beleidigende Tweets nach Todesfahrt von Heidelberg

Mannheim/Heidelberg (dpa) - Die Polizei in Mannheim prüft, ob sie gegen beleidigende und anstößige Beiträge vorgehen kann, die nach der Todesfahrt von Heidelberg auf Twitter verbreitet wurden.

«Wir werden uns einzelne Meldungen anschauen und nach ihrem strafbaren Inhalt bewerten», sagte Polizeisprecher Norbert Schätzle am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Die Pressestelle der Polizei hatte nach dem Vorfall vom Samstagnachmittag stundenlang mit Anfragen und auch ausfallenden Tweets aus dem In- und Ausland zu tun. Einige davon hat sie ungewöhnlich harsch von ihrem offiziellen Account aus beantwortet und so manchen Twitternutzer zurechtgewiesen.

Von einigen Nutzern wurden die Beamten beleidigt, andere machten Muslime für die Todesfahrt verantwortlich - die Polizei betonte: «Und nun noch mal für alle: Tatverdächtiger: Deutscher OHNE Migrationshintergrund!» Trotzdem zweifelten einige Nutzer auch danach noch den Wahrheitsgehalt der Informationen durch die Polizei an. Von anderen gab es aber auch reichlich Lob für die Arbeit der Beamten vor Ort und des Social-Media-Teams.