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© dpa
24.10.2016

Polizei ruft zum Widerstand gegen Grusel-Clowns auf

Stuttgart. Im Südwesten vergeht derzeit kaum ein Tag ohne Meldungen zu Übergriffen der sogenannten „Grusel-Clowns“. So wurde etwa ein 21-Jähriger Opfer einer Clown-Attacke in Ulm.

Zu Fuß war das Opfer der maskierten Angreifer in Ulm unterwegs, als es in der Nacht von Sonntag auf Montag plötzlich einen Faustschlag in den Rücken bekam. Die Angreifer waren schwarz gekleidet und mit Clown-Masken und roten Perücken verkleidet. Sie machten sich unerkannt in die Nacht davon. Die Polizei sieht solche Attacken und Schock-Aktionen sehr humorlos. Dabei werden immer wieder unbescholtene Bürger Opfer von Übergriffen durch Unruhestifter in Clown-Masken.

So reagierte mittlerweile auch die Gewerkschaft der Polizei. GdP-Landeschef Rüdiger Seidenspinner rief im Gespräch mit dem Radiosender SWRinfo zum verbalen Widerstand auf: „Die müssen einen gewissen geistigen Widerstand fühlen.“ Wer einem Grusel-Clown begegne, müsse auf ihn zulaufen und beispielsweise laut „Hau ab“ rufen. „Wir halten diese geistigen Tiefflieger für sehr gefährlich.“

In den USA und zahlreichen anderen Ländern machen Grusel-Clowns schon seit einiger Zeit die Straßen unsicher - zuletzt mehrten sich auch Berichte über Clown-Angriffe in Deutschland. Als Videos tauchen die makabren Streiche oft im Internet auf. Ein solcher Clown tauchte auch in Weil am Rhein auf.

Dort sprang ein Unbekannter am Sonntag mit einem Messer in der Hand hinter einem Gebüsch hervor und erschreckte drei Jungen – die daraufhin verängstigt nach Hause flüchteten. Erst am Abend zuvor versetzte ein Clown in Rottweil eine 19-Jährige in Angst und Schrecken. Sie war auf er Bahnhofstraße in Richtung Friedrichsplatz unterwegs, als plötzlich ein Clown mit einem Baseballschläger aus dem Gebüsch sprang. Die junge Frau suchte ihr Heil in der Flucht und rannte zum Friedrichsplatz, wo sie die Polizei rief.

Auch in Orsingen-Nenzingen im Kreis Konstanz kam es zu einer schaurigen Begegnung mit einem Grusel-Clown. Am helllichten Tag verfolgte ein fehlgeleiteter Spaßvogel in Maske eine 15-Jährige. Wie in den meisten Fällen von Clown-Übergriffen blieb auch hier die Fahndung ohne Erfolg.

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