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Foto: Symbolbild © dpa
13.04.2015

Polizei sucht verstecktes Motorrad nach Unfall

Ein schwer verletzter Biker, ein verschwundenes Motorrad und schweigsame «Reichsbürger»: Ein dubioser Motorradunfall in Gschwend (Ostalbkreis) gibt der Polizei weiterhin Rätsel auf. Ein betrunkener 35-Jähriger war dort am Wochenende mit seinem Motorrad gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden.

Noch bevor die Polizei angerückt war, hatten Unbekannte die Maschine des Bikers versteckt. «Ich kann mir vorstellen, dass jemand den Unfall gänzlich vertuschen wollte», sagte ein Sprecher der Aalener Polizei am Montag. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft waren dem Mann zwei Blutproben entnommen worden. Der Fahrer sei noch am Leben, sein genauer Zustand wie die Ursache des Unfalls blieben auch am Montag unklar.

Mehrere Zeugen am Unfallort gehörten laut Polizei der Gruppierung der sogenannten Germaniten oder Reichsbürger an, die die Verfassung und die Gesetze in Deutschland ablehnen und teils als rechtsextremistisch eingestuft werden. Die Zeugen wollten nichts zu dem Unfall sagen und verweigerten den Beamten den Zutritt zu einer Scheune in der Nähe des Unfallorts. «Unsere Kollegen sind auf eine Mauer des Schweigens gestoßen.» Solche Widerstände gegen die Ermittler seien nicht alltäglich, sagte der Polizist. Die Beamten suchen weiter die verschwundene Maschine, die Staatsanwaltschaft ermittelt.