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"Gutes Neues" steht in Stuttgart  auf einer Leuchtschriftanzeige eines Polizeitransporters.
"Gutes Neues" steht in Stuttgart  auf einer Leuchtschriftanzeige eines Polizeitransporters. © dpa
01.01.2017

Polizei und Feuerwehr ziehen positive Bilanz der Silvesternacht

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Menschen im Südwesten haben gut beschützt ins neue Jahr gefeiert. Aus Sicht von Polizei und Feuerwehr verlief die Silvesternacht verhältnismäßig ruhig, größere Zwischenfälle blieben aus. Auch in Pforzheim blieb es laut Polizei in der Nacht sehr ruhig.

Ein Sprecher der Karlsruher Polizei fasste am Morgen zusammen: «Viele Brände durch verirrte Raketen und Scharmützel wegen zu viel Alkohols - insgesamt war dieses Silvester aber ein verhaltenes Ereignis.»  Bei unsachgemäßem Umgang mit Feuerwerk zogen sich einige Feiernde leichte Verbrennungen zu, schwerer verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Allein im Stadtgebiet Karlsruhe zählte die Feuerwehrleitstelle einer Mitteilung zufolge rund 360 Notrufe in der Nacht. Feuerwehrleute im ganzen Land löschten zahlreiche Brände in Dachstühlen und auf Balkonen, an Hecken und Hausfassaden sowie in Tiefgaragen und Mülleimern. Eine Silvesterrakete fiel etwa in Ludwigsburg auf das Dach eines Mehrfamilienhauses und schmorte eine Abdeckung aus Plexiglas durch. Darunter entzündete sich ein Vorratsschrank. Ziegel flogen kurz darauf vom brennenden Dach und beschädigten vier am Haus abgestellte Autos. Verletzt wurde niemand, doch es entstand ein Schaden von rund 250 000 Euro.

Wegen eisiger Temperaturen und dichten Nebels, der die Sicht auf das Feuerwerk vielerorts einschränkte, zählte die Polizei weniger Zuschauer des Feuerwerks auf öffentlichen Plätzen als erwartet. «Die Witterung hat so manchen dazu veranlasst, seine Raketen lieber vor dem eigenen Haus zu zünden», sagte ein Sprecher der Heilbronner Polizei. Nach Einschätzung der Freiburger Verkehrs AG nutzten im Vergleich zum Vorjahr auch in der Breisgaustadt dieses Silvester deutlich weniger Menschen die Stadtbahnen.

Eine verstärkte Präsenz der Polizei nach Übergriffen auf Frauen im vergangenen Jahr und dem Terroranschlag von Berlin hatte für mehr Sicherheit gesorgt. Allein in Stuttgart waren nach Angaben des Innenministeriums 500 Beamte zusätzlich unterwegs. In zwei mobilen Wachen in Zelten standen den Feiernden etwa am Schlossplatz speziell geschulte Einsatzkräfte als Ansprechpartner zur Verfügung, die laut einer Mitteilung auch sehr gern aufgesucht wurden. Die Bundespolizei bezog Posten im Hauptbahnhof, das THW leuchtete Teile der Innenstadt aus. Auch in Karlsruhe, Freiburg, Mannheim und Konstanz waren die Einsatzkräfte verstärkt worden.