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In einem Asylbewerberheim in Calw führten 45 Polizisten eine Razzia bei 25 Tatverdächtigen durch.
m Asylbewerberheim in der Hengstetter Steige in Calw
Polizei verhindert Rockerkrieg in Ulm © Symbolbild: dpa
11.03.2013

Polizei verhindert Rockerkrieg in Ulm

Ulm. Rockerbanden sorgen nicht nur in Pforzheim immer wieder für Ärger: In Ulm konnte die Polizei am Wochenende eine Auseinandersetzung zwischen rockerähnlichen Gruppierungen nur durch massiven Polizeieinsatz verhindern. Es wurde ein vielfältiges Waffenarsenal sichergestellt.

Die Vorgeschichte: Bereits Ende Februar war es in Ulm zu Kämpfen zwischen Rockern gekommen. Bis zu 30 Personen bekriegten sich mit Messern und anderen Waffen. Dabei fielen auch Schüsse.

Im Zuge ihrer Ermittlungen entdeckte die Polizei im Internet weitere Provokationen der Gruppen. Sie planten weitere Kämpfe am Wochenende. Daraufhin beschloss die Polizei einen Großeinsatz über das ganze Wochenende. In allen drei Nächten wurden weitreichende Kontrollen durchgeführt. Da sich viele Rocker aus anderen Städten angekündigt hatten, wurde schon um Ulm herum mehreren Personen Aufenthaltsverbote für Ulm erteilt.

In Ulm konzentrierten sich die Kontrollen vor allem auf die Blaubeurer Straße und deren Zufahrtswege. Dort hatten die Gruppen ihren letzten Kampf ausgetragen. Die Polizei kontrollierte über 100 verdächtige Personen. Es wurden mehrere Messer sichergestellt, teilweise mit bis zu 50 Zentimeter langen Klingen. Ebenso wurden ein Beil, ein Hammer, mehrere Teleskopschlagstöcke und weitere Waffen beschlagnahmt.

Die Polizei verwies mindestens 40 auswärtige Personen aus der Stadt. Alle kontrollierten Personen gehörten größtenteils einer Gruppe an. Diese hatte wohl das Auftreten der Konkurrenzbande in der Stadt erwartet. Doch die Präsenz der Polizei zeigte Wirkung: Die Gruppe ist wohl wegen des starken Polizeieinsatzes nicht nach Ulm gekommen