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Die Polizei warnt vor der neuesten Masche von Trickbetrügern, die so eine Frau um 200.000 Euro gebracht haben.
Die Polizei warnt vor der neuesten Masche von Trickbetrügern, die so eine Frau um 200.000 Euro gebracht haben. © dpa
27.09.2016

Polizei warnt vor Liebes-Betrügern - Frau um 200.000 Euro geprellt

Stuttgart/Karlsruhe/Pforzheim. Es geht angeblich um die große Liebe, das schnelle Geld oder einen tollen, neuen Job – aber es ist nur eine Masche. In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor dem sogenannten Scamming. Mit Romance- oder Love-Scamming, wie die Masche bei den Ermittlern heißt, versuchen derzeit zumeist im Ausland agierende Täter vor allem einsamen Frauen ihre Liebe vorzugaukeln und sie so um ihr Geld zu betrügen. Eine Stuttgarterin ist so über mehrere Jahre hinweg um 200.000 Euro geprellt worden.

So nahm ein bislang unbekannter Täter bereits im Oktober 2013 über ein Dating-Portal Kontakt zu einer 54-jährigen Stuttgarterin auf und gab sich ihr gegenüber als US-General aus. Angeblich wohne er in Bagdad und arbeite für die Vereinten Nationen. Nach dem Tod seiner Frau sei er auf der Suche nach einer neuen Partnerin. Als er sich das Vertrauen der alleinstehenden Frau erschlichen hatte und ihr auch eine spätere Heirat in Aussicht stellte, forderte er mehrfach Geld von ihr. Das Geld benötige er unter anderem für Steuern und Gebühren, da er Vorauszahlungen zur Auszahlung seiner Pensionsansprüche in Höhe von über einer Million britischen Pfund leisten müsse. Im Zeitraum von 2013 bis 2016 überwies die Frau über 200.000 Euro auf ausländische Konten.

Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein Geld überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen, so die Polizei. Gerade im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel Geld verdienen wollen.

Die Polizei rät: Seien Sie immer misstrauisch bei unglaublichen Angeboten - auch bei der Partnersuche. Denn oftmals macht Liebe offenbar wirklich blind.

Weitere Informationen und Tipps finden Sie auf der Internetseite der polizeilichen Kriminalprävention.