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Ein 32-jähriger Mann hatte zuerst auf der Straße randaliert und dann Polizisten aufgefordert, ihn in eine Kneipe zu fahren, in der er vorher schon mit Alkohol seinen Geburtstag gefeiert hat. Am Ende verbrachte er seinen Geburtstag anders als geplant. 
Ein 32-jähriger Mann hatte zuerst auf der Straße randaliert und dann Polizisten aufgefordert, ihn in eine Kneipe zu fahren, in der er vorher schon mit Alkohol seinen Geburtstag gefeiert hat. Am Ende verbrachte er seinen Geburtstag anders als geplant.  © Symbolbild: dpa
21.01.2012

Polizei will Geburtstagskind nicht in die Kneipe fahren

Villingen. Die Polizei – Dein Freund und Helfer. Mit diesem schon sprichwörtlich gewordenen Slogan der Polizei sollte einst darauf verwiesen werden, dass die Polizei nicht nur die Bösen jagen, sondern dem Bürger in den unterschiedlichsten Lebenslagen helfen will. Das muss auch ein 32-jähriger Mann in Villingen im Hinterkopf gehabt haben, als er die Beamten einer Funkstreife bat, ihn doch in eine Kneipe zurückzubringen, in der er vorher bei der Feier seines eigenen Geburtstags schon reichlich gebechert hatte. Eventuell wären die Beamten ja so freundlich gewesen, aber weil sich das Geburtstagskind dann doch eher etwas seltsam verhielt, endete das Jahresfest anders als zuvor gedacht.

Seinen 32. Geburtstag hat am Freitagabend ein Mann in Villingen so exzessiv gefeiert, dass er den Rest des Tages in der Ausnüchterungszelle verbringen musste. Passanten sprachen eine Funkstreife an und machten auf den Mann aufmerksam, weil er ihnen schon geraume Zeit nachlief und sie verbal belästigt hatte. Ein Gespräch der Beamten mit dem Betroffen fruchtete zunächst, und er verließ die Örtlichkeit.

Allerdings nur kurz, um dann gleich wieder zurückzukehren und von den Beamten einzufordern, sie mögen ihn doch in die Kneipe zurückbringen. Weiterhin wurde der Betroffene zusehends aggressiver uns schrie laut herum. Weil der Mann nicht mehr zu beruhigen war, wurde ihm zuerst der Gewahrsam angedroht. Doch das Geburtstagskind blieb uneinsichtig, weshalb er mit einfacher körperlicher Gewalt in die Ausnüchterungszelle gebracht werden musste. Dort gab es weder Alkoholnachschub noch Kerzlein auf der Torte, sondern nur eine harte Pritsche, auf der der 32-Jährige seinen Rausch ausschlafen konnte.

Gemessen wurden bei ihm 2,73 Promille. Zur Rechnung des Wirts, bei dem er sich den Rausch angetrunken hatte, kommt jetzt noch eine nicht unerhebliche Gebührenrechnung für den Transport und die Zellenbelegung. Relativ teuer wird auch das Einhandmesser kommen, dass die Polizisten bei der obligatorischen Durchsuchung des Mannes gefunden haben. Ein derartiges Messer darf nicht „geführt“, also in der Öffentlichkeit mit sich herumgetragen werden.

Ob dieses besondere Geburtstagsfest zu den unvergesslichen Momenten im Leben des Mannes zählen wird, ist fraglich. Bei so viel Promille kommt es öfter einmal vor, dass man mit großen Erinnerungslücken aufwacht. pol