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29.06.2012

Polizeibekannter 19-Jähriger als Räuber überführt

Bruchsal. Erst 19 Jahre jung und schon mehr als 20-mal polizeilich in Erscheinung getreten - weil ein junger Mann aufgrund seiner kriminellen Karriere bei der Polizei kein Unbekannter mehr ist und diese über Fotos von ihm verfügt, konnte eine räuberische Erpressung am Montagabend in Bruchsal schnell aufgeklärt werden. Nachdem die überfallene junge Frau bei einer Vorlage von Fotos den 19-Jährigen als Täter identifiziert hatte, konnte der Verdächtige am Mittwochabend festgenommen werden, als er einer Meldeauflage auf dem Polizeirevier Bruchsal nachkommen wollte.

Am Donnerstag erließ der zuständige Richter dann aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe gestellten Antrages gegen den 19-Jährigen Haftbefehl. Neben der aktuellen räuberischen Erpressung fanden dabei auch eine gefährliche Körperverletzung und das unbefugte Fahren eines Autos mit gestohlenen Kennzeichen Berücksichtigung. Bei der letztgenannten Tat hatte sich der Beschuldigte eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert und einen Verkehrsunfall mit Verletzten verursacht.

Der 19-Jährige soll am Montag gegen 19 in Bruchsal eine 23 Jahre alte Passantin zunächst um Kleingeld für Zigaretten gebeten haben. Als die Angesprochene daraufhin ihren Rucksack öffnete und der junge Mann einen darin verwahrten Hundert-Euro-Schein erblickte, hatte er mit einem Messer die Herausgabe des Geldes erzwungen und sofort die Flucht ergriffen.

Sollte es wegen der räuberischen Erpressung zu einer Verurteilung kommen, wird sich der zum Tatvorwurf bislang schweigende Beschuldigte auf eine längere Haftstrafe einrichten müssen. Im Strafgesetzbuch sind Raubtaten, bei denen ein Messer eingesetzt wird, als Verbrechen eingestuft. Bei erwachsenen Tätern kann es dafür eine Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren geben. pol