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pol © dpa
06.06.2014

Polizeiführer sollen Taktik gegen Stuttgart-21-Gegner erklären

Stuttgart (dpa/lsw) - Mit der Vernehmung mehrerer Polizeiführer geht am Freitag (10.00 Uhr) der zweite Untersuchungsausschuss zur Aufklärung des harten Polizeieinsatzes gegen Stuttgart-21-Gegner im Herbst 2010 weiter. Im Mittelpunkt steht ein Treffen führender Polizisten wenige Wochen vor dem umstrittenen Einsatz mit mehr als hundert Verletzten. Bei diesem Treffen soll es auch um die Taktik der Polizei im Zusammenhang mit den Demonstrationen gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 gegangen sein. Die geplante Vernehmung von sechs Zeugen ist öffentlich.

Der Untersuchungsausschuss des Landtags soll klären, ob es politischen Einfluss auf den Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Gegner am «Schwarzen Donnerstag» gab. Am 30. September 2010 waren 130 Demonstranten und 34 Beamte bei Auseinandersetzungen während der Räumung des Schlossgartens verletzt worden. SPD und Grüne vermuten, dass der sonst als besonnen geltende Stuttgarter Polizeichef Siegfried Stumpf den Einsatz auf Druck des damaligen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU) durchgezogen hat.