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Ein großes Polizeiaufgebot verhinderte beim Spiel des KSC gegen frankfurt größere Auseinandersetzungen. Foto: dpa
Ein großes Polizeiaufgebot verhinderte beim Spiel des KSC gegen frankfurt größere Auseinandersetzungen
06.05.2012

Polizeipräsenz verhindert große Auseinandersetzung der Fanlager beim Spiel des KSC gegen Frankfurt

Karlsruhe. Am Rande der Begegnung des Karlsruher SC mit der Frankfurter Eintracht kam es am Sonntag nicht zuletzt dank der starken Polizeipräsenz zu kleineren Auseinandersetzungen der Fanlager.

Bereits am Vormittag reisten etwa 1.400 Frankfurter Fans mit Regelzügen und gegen 11.15 Uhr in einem Entlastungszug weitere 1.000 Anhänger an. Diese wurden von starken Polizeikräften der Bundes- und Landespolizei in Empfang genommen und mit Sonderbussen zum Stadion verbracht.

Trotz der per Allgemeinverfügung der Stadt Karlsruhe erlassenen Glasflaschen- und Alkoholverbote führten viele Unverbesserliche Bierflaschen mit, die sie vor dem Betreten der Shuttlebusse entsorgen mussten. Auch wurden vereinzelt Böller und Rauchpulver am Südeingang gezündet. Die Shuttle-Busse blieben auf ihrem Weg zum Wildpark – entgegen der Begegnung im Februar 2009 – unbeschadet.

Insgesamt gesehen verhielten sich die Problemfans weitestgehend angemessen, sodass der Transfer zum Stadion in der Folge planmäßig ablief. Lediglich 15 mit Frankfurter Meldeauflagen belegte Hooligans mussten sofort wieder die Heimreise antreten.

Die Karlsruher Fanszene traf sich unterdessen zum „Nausdabbe“ auf dem Karlsruher Marktplatz. Bis gegen 11 Uhr hatten sich etwa 1000 Personen zusammengefunden, die sich dann gemeinsam auf den Weg zum Stadion machten. Eine kleinere Gruppe wollte sich währenddessen in Richtung Birkenparkplatz durch den Wald zum verfeindeten Fanlager aufmachen und musste von den begleitenden Polizeikräften wieder auf den vorgegebenen Weg gebracht werden.

Noch in der Vorspielphase kam es beim Adenauerring zwischen dem für Gästefans freigehaltenen Eingang Ost und dem Eingang Mitte wiederholt zu Provokationen mit kleineren Raufereien, die von den der Polizei unter Einsatz von Pfefferspray eingedämmt werden mussten. Unmittelbar vor dem Anpfiff brannten die Hooligans in der Gästefankurve zahlreiche Bengalfeuer, Böller und Rauchpulver ab und warfen die brennenden Gegenstände in Richtung der Ordner. Durch großes Glück wurde hierbei niemand verletzt.

Im weiteren Verlauf blieb die Fangemeinde sowohl während des Spiels als auch in der Nachspielphase relativ entspannt. So verließen die Gästefans relativ zügig das Stadion, um in Frankfurt an der am Abend stattfindenden Aufstiegsfeier teilnehmen zu können. Lediglich einige Problemfans beider Seiten hielten sich nach dem Spiel noch einige Zeit an den Gitterabsperrungen in Höhe des Eingangs Mitte auf.

Sie tauschten Provokationen aus; zu weiteren Ausschreitungen kam es aber dank der starken Polizeipräsenz nicht. In einer Straßenbahn der Linie 4 kam es auf dem Weg zum Bahnhof zu einer kleineren Auseinandersetzung ohne Personen- und Sachschäden.

Insgesamt wurden drei Polizeibeamte durch ein Knalltrauma und ein Beamter durch eine Pfeffersprayattacke eines Hooligans leicht verletzt. Von den Gästefans kamen neun Personen insbesondere wegen Beleidigungen, Körperverletzungen und Sachbeschädigen in Gewahrsam, während von der Heimfanseite vier Personen vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen wurden.

Insgesamt zieht Einsatzleiter Fritz Rüffel eine positive Bilanz: „Der Personalansatz mit über 900 Beamten der Landespolizei und mit rund 500 Bundespolizisten war angesichts des großen Gewaltpotentials und der schwierigen örtlichen Gegebenheiten zur Vermeidung einer Eskalation angemessen und dringend nötig. Allen Einsatzkräften sage ich auf diesem Weg meinen herzlichen Dank.  Darüber hinaus danke ich aber auch besonders den Heimfans, die sich sehr diszipliniert an die Ratschläge der Polizei gehalten haben.“