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Beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird am 12.08.2013 in Eggenstein-Leopoldshafen (Baden-Württemberg) der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Nissan LEAF gezeigt. Der Wagen ist Teil des Projekts ?RheinMobil-10.000 Kilometer unter Strom?. Ziel der gemeinsamen Aktion ist, in einem Flottenversuch mit Dienst- und Pendlerfahrten zu zeigen, dass in bestimmen Einsatzprofilen ein wirtschaftlicher Betrieb möglich ist.
Beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird am 12.08.2013 in Eggenstein-Leopoldshafen (Baden-Württemberg) der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Nissan LEAF gezeigt. Der Wagen ist Teil des Projekts ?RheinMobil-10.000 Kilometer unter Strom?. Ziel der gemeinsamen Aktion ist, in einem Flottenversuch mit Dienst- und Pendlerfahrten zu zeigen, dass in bestimmen Einsatzprofilen ein wirtschaftlicher Betrieb möglich ist. © dpa
12.08.2013

Praxistest für E-Autos: Für Pendler bald gute Alternative

Eggenstein-Leopoldshafen (dpa/lsw) - Für Fahrgemeinschaften und Pendler könnten Elektrofahrzeuge bald eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Autos werden. Zu diesem Zwischenergebnis kommt das erste grenzüberschreitende Projekt «RheinMobil», das am Montag vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie den beteiligten Unternehmen Michelin und Siemens in Eggenstein-Leopoldshafen (Kreis Karlsruhe) vorgestellt wurde.

Nach fast 24 000 Kilometern ist bei dem Elektro-Auto-Praxistest mit Pendlern und Dienstfahrten schon eines klar: Mit knapp zwei Tonnen weniger Kohlenstoffdioxid (CO2) haben die E-Mobile herkömmliche Fahrzeuge beim Schadstoffausstoß schon überholt. «Auf's ganze Jahr gerechnet werden das voraussichtlich knapp vier Tonnen im Vergleich zum konventionellen Fahrzeug sein», sagte KIT-Projektleiter Olaf Wollersheim.

An dem Projekt sind zwei Fahrgemeinschaften aus dem Elsass beteiligt, die seit Mai täglich in Elektro-Kleinbussen zu ihrem Arbeitsplatz ins Karlsruher Michelin-Werk pendeln. Zugleich sind Siemens-Beschäftigte für Dienstfahrten zwischen den Werken in Karlsruhe und dem elsässischen Haguenau auf E-Autos umgestiegen. Täglich werden so 360 Kilometer elektrisch zurückgelegt.

Erstes Fazit der Forscher: Elektro-Fahrzeuge können besonders gut im Pendlerverkehr mit hohen Jahresfahrleistungen eingesetzt werden. Weil die einzelnen Fahrstrecken in dem Versuch zwischen 60 und 80 Kilometer lang sind, ist auch die begrenzte Reichweite von E-Mobilen hier kein Hindernis. Damit sich das Ganze auch wirtschaftlich für Fahrgemeinschaften rechnet, müsste ein Fahrzeug aber häufiger genutzt werden. «Dafür brauchen wir mehr Schnelllademöglichkeiten», sagte Wollersheim. Denn noch dauert es rund acht Stunden, bis einer der E-Vans «vollgetankt» ist.

«Unser Ziel ist es, Elektrofahrzeuge in den Alltag zu integrieren», betonte Wollersheim. Die Pendler- und Dienstfahrten seien ein Einstieg. «Wir haben gezielt nach hoher Laufleistung gesucht», so der KIT-Forscher. «Für private Nutzer ist die Anschaffung noch zu teuer.»