nach oben
Fünf Jahre lang hat sich das Pro-Kopf-Aufkommen an Haushaltsmüll nach unten entwickelt. Wie es im letzten Jahr war, berichtet Umweltminister Untersteller heute. Es ist mitentscheidend für die Höhe der Gebühren.
Fünf Jahre lang hat sich das Pro-Kopf-Aufkommen an Haushaltsmüll nach unten entwickelt. Wie es im letzten Jahr war, berichtet Umweltminister Untersteller heute. Es ist mitentscheidend für die Höhe der Gebühren. © dpa
03.08.2015

Pro-Kopf-Müll auf Rekordtief - Dennoch höhere Gebühren

Stuttgart. Die Baden-Württemberger machen erneut weniger Müll - müssen aber ein wenig tiefer in die Tasche greifen, um ihn loszuwerden. Nach Angaben von Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) ist das durchschnittliche Aufkommen an Haus- und Sperrmüll im sechsten Jahr nacheinander auf einen Rekordwert von jetzt noch 143 Kilogramm (2013: 144) pro Kopf gesunken.

Die durchschnittliche Jahresabfallgebühr für einen Vier-Personen-Haushalt hingegen stieg auf 150,07 Euro (2013: 148,52), was Untersteller auch auf verbesserte Angebote wie die häufigere Biomüll-Abfuhr, Tonnenreinigung oder verlängerte Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe zurückführt. Mit den 150 Euro sei Baden-Württemberg im Ländervergleich «ganz weit vorn».

Abgesehen vom Haus- und Sperrmüll ist die Abfallmenge im Südwesten nach Angaben des Landes erneut gestiegen: auf 46 Millionen Tonnen. Der weitaus größte Teil (knapp 80 Prozent) davon sind Bauabfälle wie Bodenaushub, Bauschutt und Straßenaufbruch. Untersteller sieht im Anstieg ein Zeichen für «wirtschaftliche Prosperität».