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Pendler klagen seit Monaten über Verspätungen und ausgefallene Züge im Regionalverkehr. Nun musste die Deutsche Bahn zum Rapport in das Verkehrsministerium.
Pendler klagen seit Monaten über Verspätungen und ausgefallene Züge im Regionalverkehr. Nun musste die Deutsche Bahn zum Rapport in das Verkehrsministerium. © dpa
14.07.2017

Probleme im Regionalverkehr - Bahn setzt auf mehr Personal und Züge

Stuttgart (dpa/lsw) - Angesichts der anhaltenden Probleme im baden-württembergischen Regionalverkehr verstärkt die Bahn-Tochter DB Regio ihr Management.

Bernhard Weisser wird zum Chef Qualitätsoffensive Baden-Württemberg ernannt, wie Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Freitag in Stuttgart und Berthold Huber, Vorstand Personennahverkehr des Staatskonzerns, nach einem Gespräch mitteilten. Weisser war zuletzt Chef der S-Bahn in München.

Außerdem will das Unternehmen auch zusätzliche Loks und Waggons einsetzen und Leistungen in Baden-Württemberg auch durch die bayerische Tochter erbringen lassen. So bediene Personal von DB Regio Bayern bereits jetzt schon die Strecken Würzburg - Stuttgart oder Nürnberg - Stuttgart. Außerdem sollen aus anderen Regionen Deutschlands bis zu 30 zusätzliche Lokführer nach Baden-Württemberg geschickt werden. Ferner sei geplant, dass der Staatskonzern auch die Werkstatt eines privaten Anbieters nutzen könne, um die eigene in Ulm zu entlasten.

Im Südwesten kommt es auf bestimmten Strecken immer wieder zu Zugausfällen oder Verspätungen. Das führte zu Protesten der Pendler. Zuletzt kam es bei der Remsbahn, der Verbindung zwischen Stuttgart und Aalen, zu Behinderungen. Auch bei der Frankenbahn, die zwischen Stuttgart, Heilbronn und Würzburg verkehrt, sorgte Unpünktlichkeit für Unmut bei Bahnkunden.