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Probleme mit Trinkgelagen größer als gedacht.
Probleme mit Trinkgelagen größer als gedacht © dpa
14.08.2013

Probleme mit Trinkgelagen größer als gedacht

Ulm. Die Probleme baden-württembergischer Kommunen mit Trinkgelagen sowie alkoholbedingten Störungen und Straftaten sind größer als angenommen.

Das geht nach einem Bericht der Ulmer «Südwest Presse» aus einer Erhebung hervor, die das Innenministerium erstellen ließ. Sein Haus habe «rund 70 Problemlagen im Land identifiziert, die die Polizei wegen alkoholbedingter Störungen und Gewalt häufig anfahren muss und die den Kommunen großen Kummer bereiten», sagte Innenminister Reinhold Gall (SPD) der Zeitung. «Das zeigt, welche Dimension das Problem angenommen hat.»

Bisher war in der Debatte um eine mögliche Einführung eines begrenzten Alkoholkonsumverbots auf öffentlichen Plätzen immer von rund zwölf sogenannten Brennpunkten im Land die Rede gewesen.

Die einzelnen Ressorts seien nun aufgefordert, aus ihren Bereichen Vorschläge zur Bekämpfung des Alkoholmissbrauchs zu liefern, berichtet die Zeitung weiter. «Da wird die Prävention sicherlich ein Schwerpunkt sein. Aber wenn wir das Problem ernsthaft angehen wollen, müssen wir auch über Alkoholkonsumverbote diskutieren. Das darf nicht ausgespart werden», machte sich Gall erneut für die von einem SPD-Parteitag abgelehnte Einführung eines begrenzten Alkoholverbots auf öffentlichen Plätzen stark.

Die mit der Evaluation Arbeitsgruppe «Lebenswerter öffentlicher Raum» soll Ende des Jahres Ergebnisse liefern. Sie war Ende Januar ins Leben gerufen worden, nachdem sich Grüne und SPD nicht auf Maßnahmen zur Bekämpfung von Trinkgelagen hatten einigen können.

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