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Mehrer hundert Tierschützer forderten bei einer Demo in Tübingen das Ende von Tierversuchen. Foto: dpa
Mehrer hundert Tierschützer forderten bei einer Demo in Tübingen das Ende von Tierversuchen. Foto: dpa
29.05.2016

Protestdemo gegen Affenversuche

Tübingen. Rund 500 Tierschützer haben in Tübingen gegen die umstrittenen Affenversuche demonstriert. Mit Transparenten und der Forderung „Stoppt Tierversuche“ zogen sie am Samstag durch die Innenstadt vors Rathaus. Die Forschung an Primaten am Tübinger Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik löst seit langem Streit aus.

Agrarminister Peter Hauk (CDU), der auch für den Tierschutz zuständig ist, will sich dafür einsetzen, Tierversuche zu reduzieren. Er kündigte auch an, das Max-Planck-Institut in Tübingen besuchen zu wollen. Hauk sagte: „Leider kann man auf Tierversuche nicht gänzlich verzichten, deshalb müssen stetig Verfahren entwickelt werden, um Tierversuche weiter zu minimieren. Das ist die Zielsetzung.“ Er wolle Modellvorhaben auszeichnen, die sich besonders tierschutzgerecht in der Medikamenten-Entwicklung und in der Krankheitsforschung bewähren.

Nach monatelangen Anfeindungen von Tierschutzaktivisten hatte Institutsleiter Nikos Logothetis 2015 erklärt, die Versuche an Primaten am Tübinger Max-Planck-Institut auslaufen zu lassen und dann nur noch mit Ratten arbeiten zu wollen. Das habe sich nicht geändert, sagte die Sprecherin der Max-Planck-Gesellschaft, Christina Beck. Dennoch halte die Einrichtung die Forschung an Primaten für unerlässlich, „will man Krankheiten wie Demenz, Schizophrenie oder Parkinson verstehen.“