nach oben
Beschäftige der Daimler-Niederlassungen demonstrierten in Stuttgart vor der Konzernzentrale. Tausende Daimler-Beschäftige protestierten gegen geplante Änderungen im Vertrieb.
Beschäftige der Daimler-Niederlassungen demonstrierten in Stuttgart vor der Konzernzentrale. Tausende Daimler-Beschäftige protestierten gegen geplante Änderungen im Vertrieb. © dpa
28.04.2014

Proteste bei Daimler gegen möglichen Verkauf von Autohäusern

Tausende Daimler-Mitarbeiter haben am Montag in Stuttgart gegen mögliche Verkäufe von Autohäusern protestiert. Aktuell gibt es 33 Niederlassungen mit 158 Standorten, an denen insgesamt rund 15.000 Menschen arbeiten.

«Dem Gesamtbetriebsrat und den Betriebsräten der Niederlassungen fehlt jedes Verständnis dafür, dass das Management die funktionierende konzerneigene Niederlassungsorganisation aufs Spiel setzen will», erklärte Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht. Bereits im vergangenen Jahr war bekanntgeworden, dass der Autobauer seine Niederlassungen auf den Prüfstand stellt. Nach Angaben der IG Metall kamen 4000 Beschäftigte zu einer Kundgebung vor dem Werk in Untertürkheim.

«Wir prüfen unterschiedliche Szenarien», sagte eine Daimler-Sprecherin. Eine Entscheidung gebe es derzeit aber nicht. Betriebsbedingte Kündigungen sind nach Angaben des Konzerns bis Ende 2017 ausgeschlossen. Zudem gibt es eine Garantie, ganze Niederlassungen nicht vor Ende 2015 zu verkaufen.