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Prozess gegen Kachelmann wird fortgesetzt © dpa
13.09.2010

Prozess gegen Kachelmann wird fortgesetzt

MANNHEIM. Der erste Verhandlungstag im Prozess gegen Jörg Kachelmann war nach wenigen Minuten vorbei - am heutigen Montag wird nun das Verfahren vor dem Landgericht Mannheim fortgesetzt. Der 52 Jahre alte Schweizer Fernsehmoderator und Wetterexperte wird beschuldigt, seine langjährige Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Er hat die Vorwürfe stets bestritten. UmfrageWird der Prozess gegen den TV-Wettermann Kachelmann fair ablaufen?

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Die Kachelmann-Anwälte hatten zum Auftakt des Verfahrens Befangenheitsanträge gegen zwei Richter gestellt. Diese wurden mittlerweile zurückgewiesen. Der Vergewaltigungsprozess gegen den Wettermoderator kann demnach wie geplant und mit gleicher Besetzung der Richterbank fortgesetzt werden. Voraussichtlich geht es nun mit dem Verlesen der Anklage weiter. Anschließend könnte sich Kachelmann zu den Vorwürfen äußern.

Bildergalerie: Jörg Kachelmann wartet auf den Vergewaltigungs-Prozess

Der wegen Vergewaltigung angeklagte Wettermoderator Jörg Kachelmann will sich in der Hauptverhandlung zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern. Kachelmanns Verteidiger Reinhard Birkenstock verwies am Montag gegenüber dem Gericht auf frühere Aussagen Kachelmanns, in denen er eine Vergewaltigung bestritten hatte. Am zweiten Verhandlungstag wurde die Anklage verlesen, dabei saßen sich Kachelmann und das mutmaßliche Opfer gegenüber.

Kurz nach Verlesung der Anklage wurde der Prozess zunächst unterbrochen. Die Verteidigung wollte in einem sogenannten „Rechtsgespräch“ mit allen Verfahrensbeteiligten die juristische Bewertung des Falles erörtern. Dabei sollte es vor allem um prozessuale Fragen gehen, etwa die Reihenfolge der Zeugenladung. Zuvor hatte Staatsanwalt Lars-Torben Oltrogge die Anklage verlesen und Kachelmann vorgeworfen, seine langjährige Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Der Angeklagte habe der Frau, die sich von ihm trennen wollte, das Messer an die Kehle gedrückt und ihr zeitweise Mund und Nase zugehalten.
Der 52-jährige Schweizer hat die Vorwürfe stets bestritten. Verteidiger Birkenstock sagte, dass Kachelmann sich in der Hauptverhandlung zunächst nicht zu den Vorwürfen äußern wolle. Er verwies gegenüber dem Gericht auf frühere Aussagen Kachelmanns, in denen er die Vorwürfe bestritten hatte. Kachelmann war zu Beginn der Verhandlung über seine persönlichen und beruflichen Verhältnisse befragt worden.

Bildergalerie: Kachelmann-Prozess überraschend vertagt