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20.04.2015

Prozess um Selbstjustiz - Vater bestreitet Tötungsplan

Freiburg (dpa/lsw) - Im Prozess um einen tödlichen Fall von Selbstjustiz vor dem Landgericht Freiburg hat die Beweisaufnahme begonnen. Der angeklagte 18-Jährige werde sich vorerst weder zu seiner Person noch zu der Tat äußern, sagte sein Verteidiger Sebastian Glathe am Montag beim zweiten Verhandlungstag. In den Vernehmungen der Polizei hatte der damals 17-Jährige gestanden, im Sommer vergangenen Jahres in Neuenburg am Rhein bei Freiburg den mutmaßlichen Vergewaltiger seiner Schwester in einen Hinterhalt gelockt und getötet haben. Das Opfer starb durch 23 Messerstiche.

Der ebenfalls angeklagte Vater (48) ließ über seinen Anwalt Klaus Malek eine Erklärung verlesen. Einen Plan habe es demnach nicht gegeben. Sein Sohn habe spontan und aus freien Stücken gehandelt. Neben Vater und Sohn sitzen zwei mutmaßliche Komplizen, 19 und 21 Jahre alt, auf der Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gemeinschaftlichen Mord sowie Körperverletzung mit Todesfolge vor.